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Die Bundespolizei in Heilbronn wird mit den veralteten Räumlichkeiten noch eine Zeit lang leben müssen. Der geplante komplette Umzug in ein Bahnhofsnebengebäude ist für Ende 2023 anvisiert.

Schon mehrfach haben sich Politiker in der Vergangenheit die Baracke am Heilbronner Hauptbahnhof angeschaut und versprochen, sich für Verbesserungen einzusetzen. Im Dezember 2019 fiel dann die Entscheidung, dass die Bundespolizei komplett umziehen wird. Dazu muss ein Nebengebäude am Bahnhof aufwendig umgebaut werden. Ursprünglich hatten die Beamten gehofft, schon dieses Jahr die Kartons packen zu können.

Es sei schwieriger, die komplexen Abläufe und neuste Technik in ein Bestandsgebäude zu integrieren als dies in einem Neubau der Fall gewesen wäre, heißt es. Nach den neuesten Planungen wird das Revier zwei übereinanderliegende Etagen und den Keller umfassen. Alles ist vertikal über ein Treppenhaus miteinander verbunden. Wachraum, Zellen und Vernehmungsräume kommen ins Erdgeschoss.

Nebengebäude am Heilbronner Hauptbahnhof (Foto: SWR)
Nebengebäude am Heilbronner Hauptbahnhof

Kosten schwer abschätzbar

Über die Kosten macht die Bundespolizei bislang keine Angaben. Bauherrin ist die Deutsche Bahn, die Bundespolizei lediglich Mieterin. Zudem sei die Kostenentwicklung vor allem in Bezug auf die Baumaterialen mittlerweile als extrem dynamisch zu bezeichnen, heißt es. Die Übergabe der fertigen Flächen sei im zweiten Halbjahr 2023 geplant.

Die baulichen Mängel in der alten Baracke hatten in den letzten Jahren immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. So mussten nach einem Rohrbruch Teile der Wand aufgerissen werden. Auch gab es Bedenken wegen der Sicherheit für die Beamten.

Ein Raum im Gebäude der Bundespolizei Heilbronn nach Rohrbruch stark beschädigt. Wand und Boden aufgerissen (Foto: SWR, Raphael Moos)
Rohrbruch in einem Zimmer des Bundespolizeireviers Heilbronn Raphael Moos
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