Stempel mit Aufschrift Bürgergeld auf Geldscheinen (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance / CHROMORANGE | Christian Ohde)

53 Euro mehr im Monat

Bundestag beschließt Bürgergeld: Heilbronner darüber gespalten

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Der Bundestag hat am Donnerstag für die Einführung des Bürgergelds gestimmt. In der Heilbronner Bevölkerung ist man bei diesem Thema unterschiedlicher Meinung.

Die Heilbronner Bevölkerung ist sich nicht einig über das Bürgergeld. Der Bundestag hat die Einführung am Donnerstag beschlossen, im Bundesrat droht die Union aber mit einer Blockade. Das Bürgergeld soll zum Jahreswechsel das bisherige Hartz-IV ersetzen.

In einer nicht repräsentativen Umfrage des SWR in der Heilbronner Innenstadt sind die Ansichten unterschiedlich. Für einige bestehe die Gefahr, "warum soll man sich da noch Arbeit suchen", eine andere Passantin denkt, diese Gefahr bestehe weniger, da die Lebensqualität mit Arbeit doch höher sei.

Viele finden, es sei wichtig, Arbeitslose zu unterstützen und bei schwierigen Situationen aufzufangen. Für manche sind die 53 Euro mehr "nicht die Welt", für andere "viel zu viel". Eine andere Person fragt sich, warum eine solche Erhöhung dann nicht auch einfach für Rentner möglich sei.

Bei einem Punkt herrscht allerdings Einigkeit: Arbeit müsse sich lohnen. Es dürfe nicht der Fall sein, dass man mit Bürgergeld und weiteren Zuschüssen mehr Geld bekomme, als jemand mit einer Vollbeschäftigung, der "sich den Arsch aufreiße".

Eckpunkte des neuen Bürgergelds

In Zukunft sollen die Empfänger mehr Geld erhalten, 502 Euro statt zuvor 449 Euro. Außerdem sollen Weiterbildungsmaßnahmen stärker gefördert werden. Zusätzlich sollen Sanktionen in den ersten sechs Monaten erschwert werden und auch eigenes Vermögen soll zu einem höheren Betrag unangetastet bleiben. Für die Regierung sei das Ziel, Arbeitslose weniger unter Druck zu setzen und stattdessen durch Weiterbildung und Qualifikationen fit für den Arbeitsmarkt zu machen. So soll auch dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden. CDU und CSU dagegen sehen durch die Erhöhung die Motivation gemindert, sich Arbeit zu suchen, die AfD argumentiert ähnlich.

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