Wasser wird in ein Glas geschüttet (Foto: dpa Bildfunk, picture-alliance / dpa | Oliver Berg)

Grenzwerte wurden bei Kontrolle überschritten

Kolibakterien im Trinkwasser - Bretzfelder müssen Wasser abkochen

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In Bretzfeld (Hohenlohekreis) und sechs Teilorten muss das Trinkwasser vorerst abgekocht werden. Es wurden unter anderem zu viele Kolibakterien gefunden.

Erste Ergebnisse der Wasseranalyse werden am Freitag erwartet, heißt es aus der Gemeindeverwaltung. Bis dahin müsse das Wasser weiterhin abgekocht werden. Die Gefahr sei zwar gering, trotzdem laufen gerade mehrere Maßnahmen, erklärt Bürgermeister Martin Piott (CDU).

"Die Mitarbeiter sind dran, den Wasserturm abzulassen und zu desinfizieren. (...) immer wieder nachschauen, ob noch Belastung vorliegt oder nicht."

Schäden an Abwasserrohren könnten Ursache sein

Bei einer routinemäßigen Kontrolluntersuchung sind in Bretzfeld am Mittwoch Kolibakterien und coliforme Keime festgestellt worden. Beides ist bedenklich, weil Grenzwerte überschritten wurden. Eine mögliche Ursache seien Schäden an Abwasserrohren, die etwa bei Bauarbeiten entstehen könnten. Doch nicht immer werde der Grund für die Keimbelastung im Trinkwasser gefunden. 

Wasser wird gechlort

Das Trinkwasser muss jetzt zur Sicherheit vor der Verwendung abgekocht werden. Die Bewohner sollten das Wasser einmal auf 100 Grad Celsius erhitzen und dann abkühlen lassen. Nach den ersten Untersuchungen gehe man momentan allerdings nicht von einer gesundheitsgefährdenden Bakterien-Konzentration aus, so die Behörden.

Als Sofortmaßnahme werde das Wasser gechlort, das werde dann zwar etwas riechen, helfe aber bei der Desinfektion des Wassers und sei nicht gesundheitsschädlich, hieß es weiter.

Warn-App informiert Bürger

Bei einem so sensiblen Thema wie dem Trinkwasser muss jedoch auch bei wenig Gefahr gewarnt werden. Deshalb zeigt auch die Warn-App Nina seit Mittwochabend eine Warnung für Bretzfeld an. Betroffen sind die außerdem die Teilorte Siebeneich, Schwabbach, Dimbach, Waldbach, Scheppach und Rappach.

Zuletzt waren in Baden-Württemberg häufiger erhöhte Mengen gesundheitsgefährdender Bakterien festgestellt worden, etwa im Rhein-Neckar-Kreis sowie den Landkreisen Göppingen und Esslingen. Es sei jedoch fraglich, ob diese Fälle vergleichbar seien und es einen bestimmten Auslöser gebe, sagte ein Sprecher des Landratsamtes Hohenlohekreis.

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