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Freitag vor einer Woche starben sechs Menschen nach Schüssen in Rot am See. Mutmaßlicher Täter ist ein 26-jähriger Familienangehöriger. Die Gemeinde erinnerte in einer Gedenkfeier an die Opfer.

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Trauern und Abschied nehmen

Über 1.000 Menschen waren laut Polizei zur Gedenkfeier in Rot am See (Kreis Schwäbisch Hall) gekommen, kein Stuhl in der Halle für die Trauerfeier blieb unbesetzt. Einige der Trauergäste waren von weit her angereist, teilweise in kleinen Bussen. Die Halle war mit Blumengestecken und -sträußen geschmückt, die Fenster mit schwarzen Stoffen abgehängt.

Menschen vor dem Forum bei der Trauerfeier in Rot am See (Foto: SWR)
Menschen vor dem Forum bei der Trauerfeier in Rot am See

Trauerfeier und Beisetzung im Regen

Die ökumenische Gedenkfeier für die Opfer fand im Forum in Rot am See statt. Ein Kondolenzbuch lag aus. Nach der Gedenkfeier setzte sich im strömenden Regen ein Trauerzug mit mehreren hundert Menschen in Bewegung in Richtung Friedhof. Dort fand die Beisetzung von vier der sechs Toten statt. Auch die Polizei war die ganze Zeit vor Ort. Bürgermeister Siegfried Gröner (parteilos) sprach von einer würdevollen und angemessenen Trauerfeier.

Die Aussegnungshalle in Rot am See am Freidhof, wo vier der sechs Toten beigesetzt werden (Foto: SWR)
Die Aussegnungshalle in Rot am See am Friedhof, wo vier der sechs Toten beigesetzt werden

Einsatz der Verstorbenen im Verein gewürdigt

Bei der Gedenkfeier nahmen die Menschen aus dem Ort Abschied. Vereinskameraden sprachen über Erinnerungen und persönliche Kontakte zu den Verstorbenen. Auch ihr Einsatz im Verein wurde dabei gewürdigt. Die Presse durfte während der Zeremonie weder filmen noch Fotos machen, um die Privatsphäre der Angehörigen und Besucher der Trauerfeier zu schützen.

Kerzen und Blumen zum Gedenken an die Opfer der Gewalttat in Rot am See (Foto: SWR, Jens Nising)
Kerzen und Blumen zum Gedenken an die Opfer der Gewalttat in Rot am See Jens Nising

Noch immer legen Menschen in Rot am See vor dem Gasthaus, dem Tatort, Blumen nieder. Auch eine Woche nach der Tat steht der 5.400-Einwohner-Ort unter Schock. Eine Erklärung, warum der Verdächtige, ein Sportschütze, am Freitag vor einer Woche mutmaßlich einen Teil seiner Familie auslöschte gibt es bisher nicht.

Einbruch in Gaststätte, den Tatort der Gewalttat

Besuch von der Presse bekommen die Menschen in Rot am See nahezu täglich. Zudem brachen in der Nacht zum Donnerstag Unbekannte in die Gaststätte ein, die als Tatort der Gewalttat im Mittelpunkt des Geschehens steht. Nach so einer Woche, so Bürgermeister Gröner, hoffe er, dass die Anwohner nach der offiziellen Trauerfeier ein wenig zur Ruhe kommen.

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