Auf dem Gelände des Umspannwerks. Hier wird das Infocenter für Suedlink entstehen (Foto: SWR)

Geplante Stromautobahn bis nach Leingarten Transnet BW stellt Streckenverlauf für Südlink vor

Der Netzbetreiber Transnet BW hat jetzt seinen geplanten Streckenverlauf für die Stromtrasse von der Nordsee nach Leingarten (Landkreis Heilbronn) vorgelegt. Ende des Monats sollen die Papiere bei der Bundesnetzagentur zu Genehmigung eingereicht werden

Das teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Der Vorzugskorridor gilt als Vorentscheidung für den tatsächlichen Verlauf der für die Energiewende wichtigen Nord-Süd-Verbindung. Auf der 700 Kilometer langen Trasse soll Strom vom Norden in den Süden transportiert werden.

Genehmigung bis Jahresende angestrebt

Von Schleswig-Holstein über Westniedersachsen, Nordhessen und Südthüringen nach Bayern soll der Wunschkorridor verlaufen - und in Baden-Württemberg in Leingarten (Kreis Heilbronn) enden. Die letzten 14 Kilometer der unterirdischen Stromautobahn verlaufen durch Stollen der Südwestdeutschen Salzwerke, so der Plan. Vorgesehen ist, dass die Bundesnetzagentur Südlink bis Jahresende genehmigt. Bis 2025 soll gebaut werden.

Der geplante Verlauf für die Stromtrasse Südlink wurde vorgestellt (Symbolbild) (Foto: dpa Bildfunk)
Der geplante Verlauf für die Stromtrasse Südlink wurde vorgestellt (Symbolbild)

Untersucht wurden zuvor unter anderem Eingriffe in die Natur. Bewohnte Gebiete sollten vermieden werden, Landwirte sollten so wenig wie möglich vom Bau beeinträchtigt werden. Es gebe auch Entschädigungen für Betroffene, heißt es von Seiten der Netzbetreiber.

In einem Ballungsraum mit hoher Populationsdichte würden die Kabel quasi "unmerklich für die Bürger unter der Erde verschwinden", so der Vorsitzende der Geschäftsführung von Transnet BW, Werner Götz, laut Deutscher Presseagentur.

Bürgerinformationen zum Korridorverlauf

In mehreren Bürgerinformationen will Transnet über den Korridorverlauf informieren. Beginn ist am 25. März in Oberkessach, einen Tag später folgt Möckmühl, dann Oberwittstadt und schließlich am 28. März Tauberbischofsheim.

Der Strom aus Windenergie soll den Bedarf in Süddeutschland decken, wenn die Kernkraftwerke abgeschaltet sind. In anderen Bundesländern ist das Projekt umstritten. Zahlreiche Bürgerinitiativen protestieren dagegen.

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