Hotelrezeption  (Foto: picture alliancedpa  Carsten Koall)

Tourismus in Heilbronn-Franken erholt sich nur langsam

Corona und Tourismus: Nachfrage für Urlaub in der Region steigt

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Die Zahl der Tagesausflüge und Übernachtungen ist in diesem Sommer in der Region wieder deutlich gestiegen. Um die Defizite der letzten Jahre auszugleichen, brauche es aber Jahre.

Im vergangenen Jahr hat die Tourismus-Branche in Baden-Württemberg knapp ein Drittel des Bruttoumsatzes wegen der Folgen der Corona-Pandemie einbüßen müssen. Das zeigt eine aktuelle Studie vom Wirtschaftsministerium. Auch Betriebe in der Region Heilbronn-Franken haben ordentlich Federn gelassen. Im Jahr 2022 konnte sich die Branche wieder etwas erholen, wie Tourismusverbände bestätigen. Wegen der hohen Reisekosten haben viele Menschen wieder Urlaub in der Heimat gemacht.

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Übernachtungen wieder fast auf Niveau von 2019

Das Interesse an einem Urlaub in der Region steigt. Das berichtet auch Manuela Laritz, Leiterin von Hohenlohe und Schwäbisch Hall Tourismus. Die Zahl an Tagesreisen und Übernachtungen konnte in Schwäbisch Hall und Hohenlohe wieder fast auf das Niveau von 2019, also vor der Pandemie, klettern. Manuela Laritz gibt sich erleichtert. Die gute Sommersaison trage stark zur Erholung der Branche bei. Es müsse aber noch viel passieren.

"Das Jahr 2022 wird die Defizite der vergangenen Jahre nicht ausgleichen können.“

Wandern und Radfahren hoch im Kurs

Das Interesse an "Aktivurlauben" sei deutlich angestiegen, so Laritz. Der Kocher-Jagst-Radweg werde sehr gut angenommen. Aber auch der Bühlertalwanderweg sei stark besucht. Davon profitieren auch die zahlreichen Einkehrmöglichkeiten. Mittlerweile zählen auch Veranstaltungen wieder mehr Gäste, berichtet die Leiterin von Hohenlohe und Schwäbisch Hall Tourismus.

Wertheim so gut wie ausgebucht

Auch für die Stadt Wertheim (Main-Tauber-Kreis) verläuft es dieses Jahr deutlich besser, bestätigt Christiane Förster. Die Geschäftsführerin der Wertheim Tourismus GmbH glaubt, dass die Sorge vor möglichen Beschränkungen im Herbst die Menschen nach draußen treibt. Der Schiffstourismus laufe gut, auch die Übernachtungszahlen könnten sich sehen lassen.

"Seit einigen Monaten ist Wertheim so gut wie ausgebucht."

Eine große Schwierigkeit bleibt: Der Personalmangel im Gastgewerbe treibt weiterhin viele Betriebe um. Es scheint für einige fast aussichtslos, neues Personal zu finden, so Förster. Ein Problem, das seit Corona fast überall herrscht.

Wohnmobil-Boom und Radtouren in Heilbronn

Corona-Zeit war Campingzeit. Während sich das Gastgewerbe nur schwer von den Einbußen durch die Pandemie erholt, hält der Wohnmobil-Boom weiter an, berichtet Tanja Seegelke, Geschäftsführerin der Touristikgemeinschaft Heilbronner Land. Auch Rad- und Wandertouren waren über den Sommer hinweg beliebt. Fest mache Seegelke dies besonders an der hohen Nachfrage für Broschüren in der Tourist-Informationen.

Herbst in Heilbronn-Franken (Foto: SWR)
Herbst entlang des Gaffenbergs in Heilbronn.

Hoffnung liegt auf Weintourismus

Eine vorläufige Bilanz will Tanja Seegelke noch nicht ziehen. Dafür gebe es noch keine verlässlichen Zahlen. Die Hoffnung liege auf dem Spätsommer und frühen Herbst. Nach der Traubenlese ziehe es jedes Jahr besonders viele Menschen in die Weinregion. Besonders beliebt seien etwa die zahlreichen Weinerlebnistouren oder das Heilbronner Weindorf.

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