Flugplatz (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / dpa | Arne Dedert)

Wie können dezentrale Flugplätze künftig auch umweltfreundlicher werden?

Zukunft regionaler Flugplätze ist Thema in Schwäbisch Hall

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Seit Dienstag tagt unter anderem die IDRF auf dem Würth Airport in Schwäbisch Hall. Es geht um die Zukunft, sowie die Bedeutung regionaler Flugplätze und auch um Umweltschutz.

Vor allem für Geschäftsreisen sind die kleinen, regionalen Flugplätze besonders interessant und wichtig. Aber auch für die Medizin, für Krankentransporte, schnelle Transporte von Blutkonserven oder medizinischem Gerät sind sie unerlässlich.

Am Würth Airport in Schwäbisch Hall tagen seit Dienstag unter anderem Vertreter eben dieser Flugplätze, des German Business Aviation e.V. und der Interessensgemeinschaft deutscher regionaler Flugplätze (IDRF) zu deren Zukunft.

Eco-Fuels sorgen für große Diskussionen

Themenschwerpunkte sind nicht fossile Kraftstoffe, PTL- oder Eco-Fuels genannt, sowie technische Weiterentwicklungen zur Verringerung des Fluggewichts, ebenso wie die Optimierung von Flugstrecken und der Emissionshandel.

Vor allem die nicht fossilen Treibstoffe sorgen dabei für hitzige Diskussionen zwischen den Vertretern der Flugplätze auf der einen, Umweltschützern auf der anderen Seite.

"Grün ist Flugverkehr nur dann, wenn er auf das absolut Notwendige reduziert wird."

Martin Zorzi, Geschäftsführer des Umweltzentrums Kreis Schwäbisch Hall, beispielsweise zweifelt auch an der Effizienz dieser Treibstoffe und merkt an, dass diese nur sehr aufwändig produziert werden könnten.

Der genannte notwendige Verkehr, da stimmt er mit den Interessenvertretern überein, sei vor allem der medizinische Flugverkehr. Im Gespräch war schnell zu spüren: Die Diskussion um umweltfreundlicheren Flugverkehr ist eine abendfüllende.

Planung zu Photovoltaik-Anlagen in Schwäbisch Hall

Das Hauptproblem, weshalb diese neuartigen Kraftstoffe noch nicht überall, beispielsweise auch nicht am Würth Airport in Schwäbisch Hall, verfügbar sind, ist die Produktion. In Deutschland werden schlichtweg noch nicht ausreichende Mengen produziert. Der Einkauf aus dem Ausland drückt wiederum auf die CO2-Bilanz.

Daher wird beispielsweise in Karlsruhe an PTL-Anlagen geforscht. In Schwäbisch Hall arbeitet man bereits an einer Lösung, um nicht genutzte Brachflächen, die ursprünglich mal als Sicherheitsflächen eingeplant waren, mit Photovoltaik-Anlagen zu bestücken. Die überschüssige Solarenergie könnte dann beispielsweise zur Produktion der Eco-Fuels genutzt werden, erklärt Steffen Merz, der Geschäftsleiter des Würth Airports.

Regionale Flugplätze für Technologietransfer wichtig

Denn der Würth Airport und weitere regionale Flugplätze müssten erhalten bleiben, sagt Merz. Im speziellen gehe es beim Würth Airport auch darum, die Weltmarktführer-Region und deren Ideen und Produkte weiterhin in die Welt tragen zu können und einen Technologietransfer abwickeln zu können. "Das ist für uns eine einmalige Chance, da auch ein Stück weit die Zukunft mitzugestalten", so Merz.

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SWR