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Beschäftigte des Edeka-Zentrallagers in Ellhofen (Kreis Heilbronn) sind am Montag in einen ganztägigen Streik getreten. Die Gewerkschaft Verdi hatte sie zur Arbeitsniederlegung aufgerufen.

Dass die Mitarbeitenden im Einzelhandel noch vor Kurzem als die Helden der Pandemie bezeichnet wurden, ist schon längst in Vergessenheit geraten, so Caroline Kirchhoff von Verdi Heilbronn-Neckar-Franken.

An allen Toren bei Edeka in Ellhofen hängen die Verdi-Transparente: Dieser Betrieb wird bestreikt. Gewerkschaftssekretärin Caroline Kirchhoff hat den Streik am Montag mit organisiert. Vom Ellhofener Zentrallager aus werden die Supermärkte von Edeka-Südwest beliefert.

"Der Arbeitgeberverband hat erklärt, er wolle für das Jahr 2021 überhaupt keine Lohnerhöhung gewähren. Das einzige, was sie sich vorstellen können, ist eine Einmalzahlung oder Erhöhung ab 2022. Dies aber nur unter der Voraussetzung, dass der Tarifvertrag eine Laufzeit von mindestens 24 Monaten hat."

Verdi: "Geht an Lebensrealität vorbei"

Das gehe an der Lebensrealität der Beschäftigten vollkommen vorbei. Denn auch für sie stiegen die Preise für Dinge des täglichen Lebens. "Wahre Wertschätzung sieht da einfach anders aus", sagt Kirchhoff.

An dem Warnstreik im Edeka-Zentrallager in Ellhofen hatten sich nach Angaben der Gewerkschaft Verdi rund 80 Beschäftigte beteiligt.

Die Verhandlungen im Groß- und Außenhandel in Baden-Württemberg werden am Mittwoch fortgeführt. Sollte es auch dann noch kein faires Angebot der Arbeitgeber geben, heißt es bei Verdi, will die Gewerkschaft auch im Bezirk Heilbronn-Neckar-Franken den Arbeitskampf ausweiten und intensivieren.

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