Streik in Neckarsulm  (Foto: SWR)

IG Metall: Warnstreik bei Magna in Assamstadt

Arbeitgeberseite: "Zusätzliche Kosten sind Gift für Unternehmen"

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Bei den Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft IG Metall und dem Arbeitgeberverband ist keine Einigung in Sicht. Am Mittwoch wurde bei Magna in Assamstadt gestreikt.

Auch die vierte Gesprächsrunde zwischen IG Metall und Südwestmetall ist am Dienstagabend ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Der bundesweite Tarifstreit in der Metall- und Elektroindustrie geht also weiter. Unter anderem in Assamstadt (Main-Tauber-Kreis): Dort legten die Mitarbeiter von Magna Spiegelsysteme um 13 Uhr die Arbeit nieder. Magna selbst wollte sich auf SWR-Anfrage nicht dazu äußern. Der Arbeitgeberverband Südwestmetall weist darauf hin, jegliche zusätzliche Kostenbelastungen seien in der aktuellen Lage "Gift".

Auch regionale Unternehmen leiden unter Krisen

Hans-Jörg Vollert, der Bezirksvorstand des Arbeitgeberverbands Südwestmetall Heilbronn/Region Franken, sagte dem SWR Studio Heilbronn, man liege bei den Verhandlungen noch "sehr weit" auseinander. Während die Gewerkschaft volkswirtschaftlich mehr fordere, sodass die Arbeitnehmer mehr in der Tasche haben und dadurch die Wirtschaft unterstützen, sieht Vollert vor allem die Belastung in den Unternehmen. "Bei vielen geht es rückwärts und wird es weiter rückwärts gehen", so seine Einschätzung.

"Da sind jegliche zusätzliche Kostenbelastungen natürlich Gift."

Streikende vor dem Audi-Werkstor 6 in Neckarsulm. (Foto: SWR)
Streikende vor dem Audi-Werkstor 6 in Neckarsulm (Kreis Heilbronn).

Streik auch in Neckarsulm

Bereits am Dienstag wurde in Tauberbischofsheim (Main-Tauber-Kreis) bei den Firmen Weinig und Bartec, aber auch in Neckarsulm (Kreis Heilbronn) gestreikt. In Neckarsulm trafen sich rund 1.500 Beschäftigte aus mehreren Betrieben zu einer Kundgebung, heißt es in einer Mitteilung der Gewerkschaft. Vor allem Beschäftigte von Audi waren beteiligt, aber auch eine Delegation der Firmen KS Kolbenschmidt und KS HUAYU AluTech.

Weitere Streiks angedeutet

Am 17. November wollen die IG Metall und der Arbeitgeberverband Südwestmetall in Baden-Württemberg erneut versuchen, sich zu einigen. Sollten dann keine konkreten Lösungen auf dem Tisch liegen, sei eine weitere Eskalation über Warnstreiks hinaus sehr wahrscheinlich - darin sind sich IG Metall und Südwestmetall einig.

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