"Hauptstadt der Folgenlosigkeit"

"Stipendien für Nicht(s)-Tun" in Heilbronn vergeben

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In Heilbronn wurden jeweils 5.000 Euro für drei Stipendien vergeben. Die Aktion ist Herzstück des Kunst- und Stadtentwicklungsprojektes "Hauptstadt der Folgenlosigkeit".

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verpflichten sich mit dem Stipendium, drei Monate auf etwas zu verzichten, beziehungsweise etwas nicht zu tun. Die Stipendien wurden im Rahmen des einjährigen Projekts "Hauptstadt der Folgenlosigkeit" der Stadt Heilbronn vergeben und am Samstagabend mittels Abstimmung festgelegt.

Das Projekt geht bis Mai 2023 in Heilbronn der Frage nach, wie ein Leben vor dem Hintergrund von Klimawandel und sozialer Ungleichheit aussehen kann.

Nichts Neues kaufen

Eine der Gewinnerinnen will drei Monate lang keine neuen Produkte kaufen. Außerdem plane sie, mit dem Stipendium das Angebot in ihrem Laden zu erweitern, der zukünftig auch Raum für Upcycling-Workshops bieten solle, teilten die Organisatoren mit.

Auf Fleisch verzichten

Eine weitere Preisträgerin, die auch Leiterin der Jugendherberge Heilbronn ist, will im dortigen Bistro für die Dauer des Projekts einmal in der Woche statt Fleisch regionale Demeter-Produkte anbieten. Das Preisgeld reiche für 572 gesunde Mahlzeiten.

Der dritte Preisträger ist gelernter Koch. Er will seine Kochkenntnisse zur Verfügung stellen und sich in privaten Küchen engagieren. Dort will er Lebensmittel vor dem Wegwerfen bewahren. Der Preisträger verzichtete auf die 5.000 Euro, die sich nun drei weitere Bewerberinnen und Bewerber teilen.

Vorsatz für alle Bewerber

Nachdem die Gewinnerinnen und Gewinner ihre Idee drei Monate lang ausprobiert haben, sollen diese über ihre Erfahrungen berichten. Anschließend wird dann erneut abgestimmt und die beste Idee gekürt. Diesen Vorsatz sollen dann alle rund 200 Bewerberinnen und Bewerber, die sich um ein Stipendium bemüht hatten, für die restliche Dauer des Projektes "Hauptstadt der Folgenlosigkeit" umsetzen.

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