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Es ist in Corona-Zeiten alles irgendwie anders. Deshalb können in diesem Jahr auch die Sternsinger nicht so unterwegs sein, wie sonst. In Öhringen (Hohenlohekreis) haben sie sich ein alternatives Konzept überlegt, um Spenden zu sammeln.

Jedes Jahr rund um den Dreikönigstag laufen die Sternsinger durch ganz Deutschland, verkleidet als Könige aus dem Morgenland. Doch singend von Haus zu Haus zu ziehen, ist in Pandemie-Zeiten kaum machbar.

Und so haben sie sich in Öhringen einfach etwas anderes überlegt. Zwar sieht man dort auch Kinder und Jugendliche in "Sternsinger-Manier" durch die Straßen marschieren, doch weder singen sie, noch schreiben sie den Segen an die Türen oder strecken einem die Spendenbüchse entgegen. Statt buntem Turban oder Krone tragen sie nun extra angefertigte gelbe Stoffmasken und werfen Post in die Briefkästen der Wohngebiete, darin: Ein Sticker mit dem Segen 20*C+M+B+21, den sich die Gläubigen über die Tür kleben können - und ein Spendenaufruf.

Den Kindern und Jugendlichen, die auch sonst bei den Sternsingern dabei sind, fehlt die Aktion, sagen sie. Aber auch die Menschen, die die jungen Spendensammler gerne empfangen, vermissen die jungen Besucher und die Botschaft, die sie verbreiten.

Spenden gehen an Kinder in Not

Zudem ist unklar, wieviele Spenden in Corona-Zeiten überhaupt zusammenkommen. Allein die Öhringer Gemeinde sammelte jedes Jahr rund 10.000 bis 12.000 Euro, die sie an hilfsbedürftige Kinder in aller Welt weitergab. Dieses Jahr geht das Geld vor allem in die Ukraine.

Aber die Sternsinger lassen vor allem nichts unversucht und sind besonders kreativ. Die Öhringer Gruppen haben, wie auch viele Kinder deutschlandweit, unterhaltsame Videos ins Netz gestellt und hoffen so, ein paar Kindern in Not mehr helfen zu können.

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