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Bis Ende des Jahres sollen auf dem Gelände des Atomkraftwerks Neckarwestheim ein Rohstoffbearbeitungszentrum und ein Abfalllager in Betrieb gehen. Die Arbeiten sind kurz vor dem Abschluss.

Schritt für Schritt gehen in Deutschland Atomreaktoren vom Netz und müssen dann natürlich zerlegt und abgebaut werden.

Am Standort Neckarwestheim (Kreis Heilbronn) wird aktuell das GKN I "rückgebaut", wie es offiziell heißt. Medienvertreter durften jetzt hinter die Kulissen schauen.

Dauer

Meist schwach- bis mittelradioaktive Abfälle

Beim gesamten Rückbau des GKN 1 fallen viele Tonnen Material an. Etwa ein Prozent davon sind schwach bis mittelradioaktive Abfälle. Hochradioaktiv sind nur die Brennelemente, die schon länger vor Ort im Zwischenlager sind.

In Neckarwestheim werden Ende des Jahres ein Reststoffbearbeitungszentrum und ein Abfalllager in Betrieb gehen. Dort können dann Bauteile des GKN I bearbeitet werden.

Zurück in den Wertstoffkreislauf

"Im Reststoffbearbeitungszentrum wird der kleine Anteil an Systemen und Komponenten, die kontaminiert sind, gereinigt, das heißt die radioaktiven Partikel werden entfernt (...) und wieder dem Wertstoffkreislauf zugeführt.

Jörg Michels, Geschäftsführer der EnBW Kernkraft GmbH

Die verbleibenden schwach- und mittelradioaktiven Abfälle sollen konditioniert, verpackt und dann sicher im Standortabfalllager gelagert werden, so Michels.

Maschinenhaus Neckarwestheim Block 1 Blick von oben beim Rückbau (Foto: SWR, Dambach, Alexander)
Maschinenhaus in Block 1 des AKW Neckarwestheim Dambach, Alexander

Frühestens 2027 wird Block 1 des Atomkraftwerks komplett zurückgebaut sein. Block 2 in Neckarwestheim produziert noch Strom, er wird Ende 2022 vom Netz gehen.

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