künstliche Intelligenz (Foto: SWR, SWR)

Landesregierung hat Entscheidung über KI-Innovationspark bekannt gegeben

Neuer Park für künstliche Intelligenz soll in Heilbronn gebaut werden

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Der von der baden-württembergischen Landesregierung geplante Innovationspark für künstliche Intelligenz soll in Heilbronn gebaut werden. Die Stadt bekam am Dienstag wie erwartet den Zuschlag.

Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) sagte, dass die Heilbronner Bewerbung mit einem klaren Gesamtkonzept überzeugt habe. Von der Qualifizierung künftiger Experten für künstliche Intelligenz bis hin zur Entwicklung konkreter Anwendungen sei es sehr umfassend angelegt. Vorgesehen seien unter anderem ein Start up-Center und ein leistungsfähiges Rechenzentrum.

"Das Konsortium aus Heilbronn hat eine hervorragende Bewerbung vorgelegt und damit sowohl die hochkarätig besetzte Jury wie auch die Landesregierung überzeugt."

Land will erste Adresse für Entwickler von Künstlicher Intelligenz werden

Die Hoffnung der Landesregierung ist groß: Durch den Innovationspark soll Baden-Württemberg zur ersten Adresse für Entwickler von Künstlicher Intelligenz werden. In Heilbronn steht die Dieter Schwarz-Stiftung hinter dem Projekt. 50 Millionen Euro Anschubfinanzierung sollen vom Land kommen. Ein Konsortium, zu dem allen voran die Schwarz Gruppe gehört, steuert zusätzlich mindestens 70 Millionen Euro bei. Bis 2026 soll das Projekt umgesetzt werden.

Entwickler aus dem In- und Ausland

Der Innovationspark wird ein Ort für Hochschulabsolventen, Startup-Unternehmen und sonstige Entwickler aus dem In- und Ausland, lautet der Plan. Für sie hat unter anderem die Hochschule Heilbronn konkrete Hilfe angekündigt: Labore will sie einrichten, in denen Produkte und Dienstleistungen entstehen sollen.

Auch ein KI-Salon ist geplant, in dem ethische Fragen und Beziehungen von künstlicher Intelligenz zu Kunst und Kultur erlebbar werden sollen. Zudem wurden bei der Planung Aspekte des Klimaschutzes und der Nachhaltigkeit berücksichtigt.

Heute ist dort ein Zuckerrübenacker, bald sollen dort hochmoderne Startups beheimatet sein. (Foto: SWR, Jens Nising)
Auf diesen landwirtschaftlichen Flächen in Heilbronn soll der Innovationspark für Künstliche Intelligenz entstehen Jens Nising

Mindestens 15 Hektar groß soll die Fläche des Parks werden, lautete eine Bedingung des Landes. Die Stadt Heilbronn will dafür das sogenannte Gebiet "Steinäcker" zur Verfügung stellen. Dort gibt es bisher landwirtschaftliche Flächen. Jahrelang regte sich im Gemeinderat Widerstand dagegen, diese Flächen in ein Gewerbegebiet umzuwandeln. Davon ist jetzt keine Rede mehr.

Kritik der Mitbewerber

Das Nachsehen haben drei Mitbewerber: Ulm/Ostalbkreis, Stuttgart/Karlsruhe/Neckar-Alb und Freiburg. Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer hat die Entscheidung für Heilbronn bereits kritisiert. Ein dezentrales Modell passe besser zu Baden-Württemberg. Dagegen hatte eine Jury zuvor als Pluspunkt herausgestellt, dass in Heilbronn die gesamte Einrichtung zentral an einem Ort sein soll.

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