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Die Stadt Schwäbisch Hall hat 23 pädagogische Fachkräfte in Spanien angeworben, um den Mangel an Betreuern in Kindertagesstätten zu verringern.

Offizielles Anwerbeplakat der Stadt Schwäbisch Hall, auf dem eine Frau und ein kleines Kind zu sehen sind (Foto: Pressestelle, SWR, Stadt Schwäbisch Hall)
Offizielles Anwerbeplakat der Stadt Schwäbisch Hall (Archivbild) Pressestelle Stadt Schwäbisch Hall

Im September des vergangenen Jahres startete die Anwerbeaktion für Pädagogen mit einem Video von Schwäbisch Hall in sozialen Netzwerken und Plakaten in der Region Malaga. 80 Interessierten meldeten sich.

Kooperation mit Kolping Berufsbildung

Mitarbeiter der Stadt haben mit der Kolping Berufsbildung in Stuttgart 23 Fachkräfte in Spanien ausgesucht. Drei viertel sind weiblich. Gut 90 Prozent davon haben einen Uni-Abschluss, die übrigen eine berufliche Ausbildung im pädagogischen Bereich.

Mehrere Kurse absolvieren

Die ausgewählten Bewerber beginnen jetzt in Spanien einen Deutschkurs, um das Niveau B1 zu erreichen. Ist der geschafft, sollen die Fachkräfte im September nach Schwäbisch Hall kommen und in den städtischen Kindertagesstätten arbeiten. Während der Arbeitszeit sollen sie dann einen weiteren Sprachkurs belegen, um das Niveau B2 zu erreichen. Erst danach werden die spanischen Mitarbeiter auf den gesetzlichen Betreuungsschlüssel angerechnet.

Zukünftig 30 neue Stellen jährlich besetzen

Die Stadt Schwäbisch Hall konnte schon im vergangenen Jahr zehn Stellen in ihren 14 Kindergärten nicht besetzen, weil es keine Bewerber gab und in der Region zu wenig ausgebildet wird. In Zukunft muss die Stadt in jedem Jahr 30 neue Stellen besetzen. Die Anwerbeaktion in Spanien kostet 75.000 Euro.

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