Stadtseite für geplanten Weilertunnel (Foto: SWR)

Verkehrsminister Hermann sieht eine Röhre als ausreichend an

Sondersitzung zum Weilertunnel in Schwäbisch Hall

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Bei einer Sondersitzung in Schwäbisch Hall soll das weitere Vorgehen zum Weilertunnel vorgestellt werden. Verkehrsminister Hermann plädiert dafür, nur eine Röhre zu bauen.

Aufgrund von Anträgen der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen und der FDP-Fraktion gibt es am Montag eine Sondersitzung des Schwäbisch Haller Gemeinderats zum Weilertunnel. Bei der öffentlichen Sitzung in der Blendstatthalle werden der aktuelle Sachstand und das weitere Vorgehen in Bezug auf den Weilertunnel vorgestellt.

Verkehrsminister Hermann: "Eine Tunnelröhre ausreichend"

Verkehrsminister Winfried Hermann (Bündnis 90/Die Grünen) sagte dem SWR, durch neue Erkenntnisse hätten sich die Kosten für den Tunnel enorm erhöht, da das Bauvorhaben voraussichtlich deutlich komplizierter werden würde - gerade mit zwei Tunnelröhren.

Zwei Spuren in einer Röhre

Gleichzeitig hätten sich die Verkehrszahlen nicht so entwickelt, wie man mal gedacht habe. Die Straßenbauverwaltung habe ihm deswegen geraten, dass eine Tunnelröhre mit zwei Spuren ausreichen würde, um die Verkehrsprobleme zu lösen.

Auch wäre die Umsetzung mit nur einer Röhre deutlich "besser baubar". Deswegen habe Hermann auch an den Bund geschrieben, dass man diese Variante erwägen solle.

Bund der Steuerzahler bemängelt Kostensteigerung

Der 400 Meter lange Weilertunnel in Schwäbisch Hall ist Teil eines Ausbaus der Bundesstraße 19, dessen Gesamtkosten inzwischen bei rund 100 Millionen Euro lägen. Damit sei die Summe doppelt so hoch als im Vorfeld veranschlagt, bemängelt der Bund der Steuerzahler. Gründe für den Kostenanstieg seien neben allgemeinen Preissteigerungen im Bau auch Auflagen für den Artenschutz von Fledermäusen sowie zusätzliche technische Anforderungen.

"Schwarzbuch" vorgestellt Bund der Steuerzahler bemängelt elf Projekte in BW

Der Bund der Steuerzahler hat am Dienstag in Berlin sein "Schwarzbuch" vorgestellt. In diesem verurteilt der Verband Maßnahmen, bei denen aus seiner Sicht Steuergeld verschwendet wurde.

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SWR