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Die SLK Kliniken im Stadt- und Landkreis Heilbronn wollen die planbaren Operationen vorerst nicht verschieben. Das teilten die Verantwortlichen am Donnerstag mit.

Allerdings wird in der kommenden Woche eine weitere Covid-Station mit 20 Betten eingerichtet. Um weiteres Personal für die Versorgung der steigenden Corona-Patientenzahlen zu haben, wird laut SLK-Geschäftsführer Thomas Weber die Regelversorgung eingeschränkt. Das heißt, in verschiedenen Abteilungen gibt es weniger Betten, in Summe sind es laut SLK 70.

Klinikum sieht sich gut vorbereitet

Hintergrund sind die steigenden Zahlen an Covid-Patienten, die klinisch behandelt werden müssen. Aktuell sind im Klinikum am Gesundbrunnen 51 Corona-Patienten, davon liegen 14 auf der Intensivstation, elf müssen beatmet werden (Stand: Donnerstagvormittag). In der ersten und zweiten Coronawelle mussten in den SLK-Kliniken zeitweise rund 140 Patienten behandelt werden. Das Klinikum sei mit entsprechenden Krisenkonzepten auf die aktuelle Situation gut vorbereitet.

Und: auch wenn die Zahl der Corona-Patienten steigt, bleiben die Operationssäle in Betrieb, so SLK-Geschäftsführer Weber.

"Wir haben grundsätzlich die Konstellation, dass über die Osterfeiertage und in der Woche nach Ostern das elektive OP-Programm so oder so etwas rückläufig ist. Das kommt uns natürlich jetzt entgegen. So werden wir jetzt nur Betten reduzieren und die Regelversorgung der Patienten weiter einschränken - die OP-Kapazitäten aber weiterhin aufrecht erhalten."

Thomas Weber, Geschäftsführer SLK-Kliniken Heilbronn

Patienten deutlich jünger

Um das Klinikum am Gesundbrunnen zu entlasten, mussten vergangene Woche wieder Intensivpatienten in die Lungenfachklinik Löwenstein verlegt werden. Wie in anderen Kliniken der Region sind auch in Heilbronn die Patienten in der dritten Welle deutlich jünger als zuvor. Es wird erwartet, dass die Patientenzahlen in den nächsten Tagen und Wochen weiter steigen werden.

Im Kreis Schwäbisch Hall angespannte Situation in Kliniken

Im Corona-Hotspot-Kreis Schwäbisch Hall ist zu beobachten, dass die Zahlen mit Covid-19-Patienten kontinuierlich steigen, so das Landratsamt. Aus diesem Grund wurde im Diak in Schwäbisch Hall bereits eine dritte Corona-Station eröffnet. Auch im Crailsheimer Klinikum war die Intensivstation zuletzt fast vollständig belegt. Während in der ersten Welle vor allem Menschen über 80 betroffen waren, seien es jetzt vermehrt deutlich jüngere, die stationär behandelt werden müssten, hieß es auch dort. In beiden Häusern seien bereits Operationen abgesagt oder verschoben worden, um weitere Kapazitäten zu schaffen.

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