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Nach Missbrauchs-Vorwürfen gegen einen Schwäbisch Haller Lehrer sitzt der Mann weiter in Untersuchungshaft. Die Freie Waldorfschule hat angekündigt, die Aufklärung des Falls voll zu unterstützen.

Der Lehrer sei von sämtlichen Aufgaben entbunden worden, heißt es in einer Mitteilung der Freien Waldorfschule Schwäbisch Hall. Das Schulgelände dürfe er momentan nicht betreten. Man werde alles für eine lückenlose Aufklärung und Aufarbeitung des Falles tun. Zudem soll das Schutzkonzept der Schule mit Hilfe externer Berater überprüft werden.

Mädchen meldete sich bei Sozialarbeiter

Laut Polizei hatte sich ein 14-jähriges Mädchen einem Sozialarbeiter der Schule anvertraut: Sie sei von ihrem Klassenlehrer bereits vor mehreren Jahren sexuell missbraucht worden. Wenig später meldete sich eine weitere Schülerin, die der heute 62-Jährige ebenfalls missbraucht haben soll.

Waldorfschule Schwäbisch Hall Gebäude von außen (Foto: SWR)
Waldorfschule in Schwäbisch Hall: Ein Lehrer soll Schülerinnen missbraucht haben

Waldorfschule will Betroffenen helfen

Die beiden Schülerinnen und deren Eltern will die Waldorfschule mit rechtlicher oder psychologischer Beratung unterstützen. Man sei tief erschüttert über die im Raum stehenden Vorwürfe, heißt es in der Mitteilung weiter. Und man habe großen Respekt vor dem mutigen Schritt der Schülerinnen, die die Ermittlungen in Gang gebracht hätten. Man werde an der Schule keine Form von Missbrauch dulden, wird der Elternvertreter im Vorstand zitiert.  

Nach einer Hausdurchsuchung wurde der tatverdächtige Pädagoge festgenommen. Die Ermittlungen dauern an. Zum aktuellen Stand äußert sich die Staatsanwaltschaft derzeit nicht, mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen.

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