Der 14-jährige Oscar Traphöner aus Schwäbisch Hall tritt beim Bundesfinale "Jugend debattiert" in Berlin an. Am Freitag findet die Qualifikationsrunde aus 64 Landessiegerinnen und -siegern statt, tagsdrauf am 10. Juni dann das Finale der besten acht. Der Schüler hatte sich nach seinem Sieg im Landesfinale qualifiziert, gegen rund 20.000 Schülerinnen und Schüler aus Baden-Württemberg. Bundesweit bestand das Teilnehmerfeld aus rund 200.000 Jugendlichen.
Debatte findet in drei Teilen statt
Die Erst- und Zweitplatzierten der Landesfinale wurden im Vorfeld auf Burg Rothenfels (Bayern) in einem fünftägigen Seminar auf den Bundeswettbewerb vorbereitet. Die Debatten finden in drei Teilen statt: In einer Eröffnungsrunde hat jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer zwei Minuten Zeit, die Streitfrage aus der eigenen Sicht zu beantworten.
Danach folgt eine zwölfminütige freie Aussprache, hier werden weitere Argumente eingebracht und miteinander abgeglichen. Danach folgt die Schlussrunde: Eine Minute, um die Streitfrage ein zweites Mal zu beantworten, dieses Mal unter Berücksichtigung aller genannten Argumente.
Landesfinale: Lebensmittel auf Insektenbasis staatlich fördern?
Der 14-jährige Oscar Traphöner aus Schwäbisch Hall belegte beim Landesfinale den ersten Platz in der Altersgruppe 1 (Klassenstufen 8 bis 10). Die Diskussion drehte sich um das Thema: Sollen Produktion und Verkauf von Lebensmitteln auf Insektenbasis staatlich gefördert werden? Zweitplatzierte wurde Rosalie Rojahn vom Königin-Katharina-Stift-Gymnasium in Stuttgart, sie wird ebenfalls im Bundesfinale antreten.

Die Altersgruppe 2 (Klassenstufen 10 bis 12) drehte sich um die Frage, ob Fracking in Deutschland erlaubt werden sollte. Hier setzte sich im Landesfinale Florian Kruspel vom Parler-Gymnasium Schwäbisch Gmünd (Ostalbkreis) durch.