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Regelmäßig ist André Roller mit seinen Schafherden in den Streuobstanlagen oben auf dem Haigern zwischen Talheim und Flein (Kreis Heilbronn) unterwegs. Die Tiere betätigen sich dort als Landschaftspfleger.

Karamellfarbenes Fell, dunkelbraune Gesichter, wache große Augen: Die zwischen den Apfelbäumen grasenden "Coburger Fuchsschafe" sind hübsch anzuschauen. Neben ihnen arbeitet der hauptberufliche Schlossermeister André Roller noch mit der Rasse "Skudden". Beide Nutztierrassen sind vom Aussterben bedroht, stehen auf der Roten Liste. Gerade das ist wichtig für den Schäfer: Arbeit im Einklang mit der Natur.

Einerseits sind die Tiere Fleisch- und Wolllieferanten, andererseits, so wie hier oben auf dem Haigern, natürliche Landschaftspfleger. Was andernorts Rasenmäher und Astschere erledigen, übernehmen in den Talheimer Apfel-Streuobstwiesen die Schafe, quasi als pelzige, natürliche Landschaftspfleger: Sie halten die Wiesen kurz, fressen übriggebliebene Früchte, betreiben Baumstammpflege, verbreiten über ihre Wolle Samen.

Rebzeilen-Pflege: Schafe auch in den Weinbergen im Einsatz

Zusammen mit seiner Frau hat André Roller sich seinen Talheimer Betrieb namens "Die Fuchsschäfer" vor rund zehn Jahren aufgebaut. Betrieben wird die Schäferei von den Beiden im Nebenerwerb. Zu einer 40-Stunden-Woche kommt dann also die tägliche Arbeit mit den Schafen on top. Hilfe hat der Mitte 40-Jährige von seinen Hütehunden. Zudem sind die Schafe nicht nur in schwer zugänglichen Streuobstwiesen einsetzbar, sondern auch in den Weinbergen: Seit Anfang des Jahres betreiben die Tiere auch Rebzeilen-Pflege in Flein.

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