Saugbagger prüft Wurzelwerk (Foto: SWR, Simon Bendel)

Erdsauger schont Wurzeln

Schleuse Horkheim: Saugbagger für geplante Fischtreppe im Einsatz

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15 Millionen Euro soll die Fischtreppe an der Horkheimer Schleuse kosten. Ein Teil der Kosten entsteht durch notwendige Naturschutz-Maßnahme und um die Anwohner vor Wildparkern zu schützen.

Während der Bauarbeiten an der geplanten Fischtreppe in Heilbronn-Horkheim soll die Brücke für Autos gesperrt werden. Die Parkplätze eines Sportvereins auf der anderen Seite könnten dann nicht mehr genutzt werden. Der Bauherr, das Wasserstraßen-Neubauamt Heidelberg, will deshalb für die Zeit der Bauarbeiten Ersatzparkplätze zur Verfügung stellen. Allerdings stehen auf der dafür vorgesehenen Wiese alte Walnussbäume, die aus Naturschutzgründen nur unter hohen Auflagen gerodet werden dürfen.    

Wurzelwerk wird untersucht

Das Wurzelwerk der Bäume ist freigelegt und untersucht worden, um festzustellen wie die Ausgleichs-Parkplätze angelegt werden könnten ohne die Bäume zu schädigen. Normale Grabarbeiten mit einem Bagger oder sogar von Hand würden die Wurzeln zu stark verletzen, daher ist ein sogenannter Saugbagger im Einsatz.

Spezialgerät im Einsatz

Deutschlandweit gibt es nur circa 80 dieser Spezialgeräte, die per Luftstrahl die Erde abtragen und mit einem Saugrüssel absaugen. Diese Maschinen sind immer dann im Einsatz, wenn bei den Erdarbeiten besondere Präzision und Vorsicht geboten ist, quasi wie ein Skalpell für Erdarbeiten. So wie in Heilbronn-Horkheim oder bei Arbeiten an Gasleitungen.

Bis zu 42.000 Kubikmeter Luft pro Stunde und faustgroße Steine kann der Saugbagger ansaugen. Die Arbeiten am Wurzelwerk der Bäume an der Schleuse Horkheim waren allerdings besonders sensibel, daher wurde der Saugbagger nur mit einem Minimum der verfügbaren Leistung eingesetzt.

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SWR