Der Präsident des Landesbauernverbands Baden-Württemberg, Joachim Rukwied (Foto: SWR)

Deutscher Bauernverband warnt vor massiven Verlusten

Trockenheit und Hitze: Ernteausfälle von bis zu 40 Prozent möglich

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Der Präsident des Deutschen Bauernverbands, Joachim Rukwied, befürchtet Ernteausfälle von bis zu 40 Prozent. Gründe sind die anhaltende Trockenheit und gestiegene Preise.

Besonders würden die Betriebe unter dem Wassermangel in diesem Extrem-Sommer leiden, so Joachim Rukwied aus Eberstadt (Kreis Heilbronn). Würde es nicht bald regnen, so der Deutsche Bauernpräsident, müssten Landwirte mancherorts mit Einbußen von über einem Drittel der Ernte rechnen. Zudem kämpften sie derzeit "an allen Fronten", sagte Rukwied der Deutschen Presseagentur (dpa). Denn nicht nur der fehlende Niederschlag mache ihnen zu schaffen. Hinzu komme noch, dass die Düngemittelpreise vier Mal höher seien wie im Jahr zuvor, die Energiekosten doppelt so hoch.

Kürbisse und Zuckerrüben könnten teurer werden

Derzeit ist die Getreideernte im Endspurt, noch aber stehen die Herbstkulturen auf den Feldern: Und bei Kartoffeln oder Zuckerrüben beispielsweise will der Deutsche Bauernpräsident "nicht ausschließen, dass insbesondere Kulturen, die im Herbst geerntet werden, noch Preissteigerungen erfahren."

Nicht nur die Pflanzen leiden unter der Trockenheit, die Dürre hat auch Auswirkungen auf Rinder- oder Schweinebetriebe. Da die Grasnarbe vielerorts braun und verdorrt ist, müssen einige Betriebe bereits Winterfuttervorräte zufüttern. Sie können kein Grünfutter mehr schneiden. Landwirt Bernd Ehrmann aus Crailsheim (Kreis Schwäbisch Hall) beispielsweise züchtet Bio-Rinder. Er spürt schon die Auswirkungen der Trockenheit: Auf der Weide ist das Gras komplett vertrocknet, die Mastrinder nehmen nicht so schnell an Gewicht zu, wie sie eigentlich sollten: Die Tiere hätten bei Temperaturen über 20 Grad massiv Hitzestress, die Futteraufnahme sei vermindert, "sie haben auch nicht viel zu fressen und brauchen ständig frisches Wasser." Sollte es nicht bald regnen, wird es knapp mit seinen Heureserven für den Winter.

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Die Landwirtschaft reagiere laut Rukwied zwar bereits mit wasser- und bodenschonenden Verfahren auf die Auswirkungen des Klimawandels wie Trockenheit und Wassermangel.

"Aber letztendlich ist eben zu befürchten, dass durch die Klimaveränderung wir zukünftig nicht mehr das Ertragsniveau der 90er-Jahre beispielsweise erreichen können."

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