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Die Corona-Lage scheint einigermaßen im Griff. Doch die Behörden warnen: Eine zweite Krankheitswelle könnte noch kommen. Um dafür gerüstet zu sein, startete das Robert-Koch-Institut eine Studie mit dem Fokus auf der Gemeinde im Hohenlohekreis.

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Erste Ergebnisse der Corona-Studie in Kupferzell sollen in rund sechs Wochen vorliegen. Das kündigte das Robert-Koch-Institut (RKI) am Dienstagvormittag während einer Pressekonferenz an.

Hintergrund der Studie des RKI ist, zu erfahren, wie sich das Corona-Virus in Kupferzell verbreitet hat: Wie viele Menschen tragen Antikörper in sich, wie viele waren infiziert, ohne es zu merken? So gäbe es Erkenntnisse über die Dunkelziffer. Mit zwei Studienzentren - eines im Teilort Eschental - und einem Untersuchungsbus ist das Robert-Koch-Institut in Kupferzell vor Ort.

Mit einem Unterswuchungsbus ist das RKI in Kupferzell vor Ort  (Foto: SWR)
Mit einem Untersuchungsbus ist das RKI in Kupferzell vor Ort

Das Testverfahren besteht aus einem Fragebogen vorab, einer Blutentnahme und einem Rachenabstrich. 2.000 Bürger sollen getestet und befragt werden, die Teilnahme ist freiwillig. Das sind rund ein Drittel der Einwohner. Die Testpersonen wurden nach einem Zufallsprinzip aus dem Einwohnermelderegister ausgewählt - ein Kriterium habe es allerdings gegeben: Sie sollen den Altersquerschnitt der Gemeinde repräsentieren. Eingeladen wurden ausschließlich Menschen über 18 Jahre.

Nicht auf Gesamtsituation übertragbar

Diese Auswahl sei zwar für Kupferzell repräsentativ, nicht aber auf die Gesamtsituation in Deutschland übertragbar, so Dr. Thomas Lampert vom Robert-Koch-Institut. Dafür sei gerade eine bundesweite Studie in Planung - um dann Aussagen über ganz Deutschland treffen zu können.

Die Proben werden nach der Testung nach Berlin geschickt. Wer getestet wird, so hieß es, bekommt das Ergebnis nach rund vier Wochen per Post mitgeteilt. Es sei denn, der Befund sei positiv, dann gebe es die Nachricht sofort.

Bürgermeister Christoph Spieles beim Test des RKI in Kupferzell (Foto: SWR)
Bürgermeister Christoph Spieles beim Test des RKI in Kupferzell

Auch zum Abschluss gebe es noch einmal für die Teilnehmer einen detaillierten Fragebogen, so Dr. Claudia Santos-Hövener, RKI-Studienleiterin. Drei Wochen werde getestet, drei Wochen ausgewertet, erste Studienergebnisse soll es also in etwa sechs Wochen geben.

Erster großer Corona-Hotspot im Hohenlohekreis

Kupferzells Bürgermeister Christoph Spieles war am Dienstagmittag auch gleich der erste Probant, der Blut abgeben musste. Kupferzell war der erste große Hotspot im Hohenlohekreis, wo es lange Zeit die meisten Infizierten pro 100.000 Einwohner in ganz Baden-Württemberg gab.

RKI-Studie in Kupferzell (Foto: SWR)
Das RKI führt eine Corona-Studie in Kupferzell durch

Weitere Corona-Hotspots im Blick

Anfang März waren Covid-19-Erkrankte bei einem Kirchenkonzert dabei und steckten andere Besucher an. Die Kupferzeller Bevölkerung sei sehr positiv gestimmt und stehe voll hinter der Studie, heißt es aus dem Rathaus. Das RKI will die Studie auf drei weitere Hotspots in Deutschland ausdehnen.

Auch eine bundesweite Studie ist geplant, diese werde allerdings später durchgeführt als ursprünglich angenommen: Im September soll sie starten. Hintergrund ist, dass sie mit 30.000 statt 15.000 Menschen durchgeführt werden soll.

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