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An der Querdenken-Demonstration in Heilbronn haben laut Polizei rund 170 Menschen teilgenommen. Die Einhaltung der Corona-Auflagen wurde von der Polizei kontrolliert. Eine anschließende Spontankundgebung hatte ein Nachspiel.

Nur mit Maske konnte die Wiese neben der Theresienwiese am Samstagnachmittag betreten werden, die Polizei hat die Einhaltung der Abstände und Maskenpflicht kontrolliert. Rund 170 Teilnehmer (erste Meldung 150) waren laut Polizei vor Ort, angemeldet war die Demonstration für 300 Personen.

Querdenken-Demonstration stehen auf Sportplatz in Heilbronn (Foto: SWR, SWR)
Querdenken-Demonstration in Heilbronn SWR

Gegendemonstration kurzfristig angemeldet

Den Demonstrationsteilnehmern standen, durch Zäune getrennt, rund 25 Gegendemonstranten gegenüber. Verantwortliche der Stadt Heilbronn haben sich einen Überblick vor Ort verschafft. Die Polizei war "mit ausreichend Kräften im Einsatz", so ein Sprecher. Die Stadt Heilbronn hatte zunächst die Demonstration untersagt, das Verwaltungsgericht Stuttgart hat diese Entscheidung jedoch gekippt.

Anschließende Spontankundgebung endet mit Bußgeldverfahren

Im Anschluss an die friedliche Demonstration hat der Versammlungsleiter zu einem spontanen Spaziergang durch Heilbronn aufgerufen. Der erste Versuch konnte von der Polizei untersagt werden, teilt ein Polizeisprecher mit. Kurze Zeit später hat der Versammlungsleiter der Demonstration erneut dazu aufgerufen, durch die Stadt zur Harmonie zu laufen.

Demonstranten organisieren sich im Netz

Der laut Veranstalter spontane Spaziergang wurde zwar von der Polizei aufgelöst, trotzdem haben sich vor der Heilbronner Harmonie gegen 17 Uhr rund 40 Personen versammelt. Kommuniziert wurde dieser Treffpunkt auch über soziale Medien. Mit einem Livestream im Internet wurde der Gang zur Harmonie begleitet. Dabei hat der Livestream-Kommentator den Treffpunkt mehrfach kommuniziert und gehofft "das die Polizei hier [im Livestream] nicht mithört".

Platzverweise und massives Polizeiaufgebot vor Harmonie

Vor der Harmonie hat die Polizei den Versuch der Spontankundgebung aufgelöst und Platzverweise erteilt. Mit einem massiven Polizeiaufgebot, mit fast so vielen Beamten wie Demonstraten, konnten zahlreiche Personalien aufgenommen werden. Laut Polizei wurden 22 Bußgeldverfahren wegen Verstößen gegen die Auflagen und gegen die Coronaverordnung eingeleitet.

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