Nach Feier in Pfaffenhofen

Organisator von umstrittener Party mit Nena: "Keine Querdenker-Veranstaltung"

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Nena soll am Katzenbachsee bei Pfaffenhofen mit "Querdenkern" eine Party gefeiert haben - das hat für Aufregung gesorgt. Jetzt meldet sich der Organisator zu Wort.

Friedemann Mack ist Unternehmer und betreibt einen eigenen Kanal auf dem Messenger Telegram, auf dem er sich kritisch zur Impfung und anderen Corona-Themen äußert. Außerdem wird ihm nachgesagt, der Vereinigung "QAnon" nahezustehen, die als Zusammenschluss einer Verschwörungsbewegung gilt. Und er ist Organisator der Party am Wochenende bei Pfaffenhofen (Kreis Heilbronn), die mittlerweile deutschlandweit für Schlagzeilen gesorgt hat.

Auf einem, mittlerweile auch von Mack als echt bestätigten, Video-Zusammenschnitt im Internet sieht man unter anderem die Popsängerin Nena, die zuletzt immer wieder durch Corona-kritische Äußerungen aufgefallen ist und - auch das hat Mack mittlerweile bestätigt - der bekannte "Querdenker" Bodo Schiffmann. Außerdem sind Menschen zu sehen, die ohne Abstände feiern und T-Shirts mit Anti-Impf-Slogans tragen. Mack selbst spricht in einer aufgezeichneten Rede außerdem von der "Klimalüge".

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Mack: "Nena hat nicht mit Querdenkern gefeiert"

Mack sagte, die Feier sei nicht politisch gewesen sondern ein "friedliches Zusammentreffen fröhlicher Menschen". Er als Veranstalter könne allerdings nicht jeden einzelnen Gast kontrollieren. Dass Schiffmann komme, der laut Mack unbestreitbar "Querdenker" sei, habe er nicht gewusst. Die Aussage, Schiffmann und Nena hätten "zusammen gefeiert" sei aber falsch. Nena sei erst nachts um 2 Uhr angekommen, zu diesem Zeitpunkt sei Bodo Schiffmann schon nicht mehr da gewesen. Tatsächlich sieht man auf keinem der Video-Mitschnitte Schiffmann und Nena zusammen im Bild.

Dass Mack selbst im Video von der "Klimalüge" spricht, bezeichnet er im Nachhinein als "unglücklich". Er habe aber seine Meinung zum Klimawandel. Es stimme außerdem, dass er der Corona-Impfung kritisch gegenüber stehe und Artikel der Vereinigung QAnon zum Weltfrieden verfolge. Bis vergangenen Juni habe er außerdem "Querdenker"-Veranstaltungen besucht und auch moderiert. Mit der Bewegung habe er aber mittlerweile nichts mehr zu tun.

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