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Für die Zukunft des Knorr-Werks in Heilbronn gibt es neue Chancen. Angestrebt werde eine Garantie für zehn Jahre. Das haben am Nachmittag Firmenleitung und Betriebsrat der Belegschaft mitgeteilt.

In ihren Verhandlungen haben beide Seiten Zugeständnisse gemacht: Es soll einen neuen Haustarifvertrag geben, unterm Strich mit fünf Prozent weniger Geld. Die rund 700 Knorr-Beschäftigten sollen flexibler arbeiten, heißt es. Laut Geschäftsleitung sollen auch Arbeitsplätze wegfallen.

Dauer

Tütensuppen, Brühwürfel und Soßenpulver aus Heilbronn

Im Gegenzug will Unilever in Heilbronn investieren, um den Standort fit für die nächsten zehn Jahre zu machen. Knorr in Heilbronn soll zudem eine so genannte Grundlastfabrik werden, heißt: die Trockenprodukte wie Tütensuppen, Brühwürfel und Soßenpulver, sollen dort im großen Stil produziert werden.

Fabrikverkauf Heilbronn Knorr Unilever Gebäude und Parkplatz (Foto: SWR, Jürgen Härpfer)
Das Heilbronner Knorr-Werk mit Zukunftsperspektive bis 2030 (Archivbild) Jürgen Härpfer

Nun will die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), dass ihre Mitglieder darüber abstimmen. Auch die Geschäftsführung hat noch nicht endgültig grünes Licht gegeben. Aber der Betriebsrat ist zuversichtlich.

Eckpunkte-Papier schon im Vorfeld

Ein Eckpunkte-Papier war im Vorfeld der Verhandlungen von einer 14-köpfigen Tarifkommission aus Betriebsrat, Gewerkschaft und Arbeitgeberverband ausgearbeitet worden. Darin beschrieben war die Standortsicherung bis 2030, der Lohnverzicht und das größere Produktionsvolumen. Damit soll erreicht werden, dass die Arbeitsplätze erhalten bleiben, dass das Knorr-Werk in Heilbronn rentabler wird und eine Zukunft hat.

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