Einkehrkirche Öhringen. Essen zum Mitnehmen. Logo über dem Eingang. (Foto: SWR)

Erneut unter Pandemiebedingungen

600 "to go"-Essenspakete bei Öhringer Einkehrkirche

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Bei der Einkehrkirche in Öhringen hat es auch in diesem Jahr eine hohe Nachfrage gegeben. Am Freitag wurden die letzten insgesamt rund 600 Essenspakete "to go" ausgegeben.

Diese und vergangene Woche hatte es jeweils an drei Tagen in der Öhringer Spitalkirche (Hohenlohekreis) ein solches Mittagessen "to go", also zum mit nach Hause nehmen, gegeben. Um die 600 Menschen hätten das Angebot wahrgenommen, so die Geschäftsführerin des Kreisdiakonieverbands Hohenlohe, Elisabeth Ernst.

"Auch wenn die To-Go-Kirche auch gut ankommt, ist die Besonderheit von der Einkehrkirche einfach dieses gemeinsame Essen."

Viele Beigaben für die Gäste

"Es kam ganz viel Feedback, dass es sich lohnt vorbeizukommen und das mitzunehmen und dass es einfach schön ist, dass man immer so viel Beigaben dabei hat", sagte Ernst dem SWR Studio Heilbronn. Man hoffe, dass man wieder Gäste in der Spitalkirche bewirten könne.

Schon seit vielen Jahren lädt die Öhringer Spitalkirche zur Einkehr ein. Menschen, die sehr aufs Geld schauen müssen, bekommen dort eine warme Mahlzeit. Traditionell bietet die Einkehrkirche allerdings mehr als warmes Essen: Gespräche und das Beisammensein sind ebenso wichtig und gehören fest zur Einkehrkirche dazu.

Einkehrkirche Öhringen. Essen zum Mitnehmen. In der Küche. (Foto: SWR)
Freiwillige Helfer befüllen die "To go"-Pakete

Soziales Miteinander wegen Pandemie kaum möglich

Wegen der Pandemie musste jedoch auch in diesem Jahr auf das soziale Miteinander verzichtet werden. Trotzdem engagierte sich der Kreisdiakonieverband Hohenlohekreis für die Einkehrkirche. Das Essen wurde in Tüten zum Mitnehmen in der Stiftsklause vorbereitet und im Kreuzgang ausgegeben.

Auftakt der Einkehrkirche überraschend gut besucht

Zum Start der Einkehrkirche Ende Januar sind die Menschen vor der Essensausgabe in der Stiftskirche im Kreuzgang Schlange gestanden. Es seien mehr Menschen gekommen als erwartet, berichtete Koordinatorin Sabine Scheifele.

Zum einen sei dies zwar erfreulich, dass das Angebot angenommen werde, aber es sei auch ein schlechtes Zeichen, dass so viele Menschen ein kostenloses Essen gebrauchen könnten, so Scheifele.

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