Symbolbild: Voller Äpfel hängt noch ein Baum auf einer Weide. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / dpa; Frank Rumpenhorst)

Pfedelbacher Landwirt: Erst Spätfröste könnten schaden

Obstbauern noch entspannt trotz mildem Winterwetter

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Erst eisig kalt - jetzt wieder milder: Das Winterwetter ist bisher unbeständig. Für Obstbauern im Hohenlohekreis kein Problem, immerhin herrscht in der Natur noch Winterruhe.

Die Wetterumschwünge der vergangenen Wochen bereiten Obstbauern noch keine Sorgen. Zwar sei es derzeit ungewöhnlich mild, doch solange Obstbäume noch keine frühen Blüten tragen, sei das unproblematisch, sagt Obstbauer Fritz-Martin Mozer aus Pfedelbach (Hohenlohekreis).  

Obstbäume derzeit in Winterruhe

Derzeit seien die Schnittarbeiten in vollem Gange. "Wir haben eigentlich gar keine Zeit, uns irgendwelche Sorgen zu machen", sagt Mozer. Das müsse er auch nicht, die Bäume befänden sich noch in einer Winterruhe und die kalten Temperaturen im Dezember seien normale Winterfröste gewesen.

Trockenheit und Fröste in den vergangenen Jahren

Auf dem Hof in Pfedelbach baut die Familie unter anderem Äpfel, Birnen, Zwetschgen und Beeren an. Daraus entstehen später zum Beispiel Liköre und Obstbrände. Problematisch werde frostiges Winterwetter dann, wenn es jetzt über 20 Grad Minus hätte - oder sobald die Pflanzen anfangen auszutreiben, sagt Mozer. Dann könnten Spätfröste wie im Jahr 2017 Obstbauern um Ernteerträge bringen. Zwar seien Landwirte dagegen auch versichert, komme das aber zu häufig vor, seien die Beiträge dafür nicht mehr bezahlbar. Dann ginge es manchem an die Existenz, so Mozer.

Wunsch: "Normales" Jahr für Obstbauern

In die Glaskugel schauen kann der Pfedelbacher Obstbauer nicht. Aber für dieses Jahr wünscht er sich eine "ganz normale Saison mit durchschnittlichem und qualitativ ordentlichem Ertrag". Das vergangene Jahr sei zu trocken und heiß gewesen, davor habe es Spätfröste gegeben. Das müsse nicht schon wieder sein, so Mozer.

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