Das Rathaus in Niederstetten (Main-Tauber-Kreis) (Foto: SWR)

Gemeinderäte und Ortsvorsteher schreiben an Landrat

Niederstetten: Unterschriften gegen Rückkehr von Bürgermeisterin Heike Naber

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In Niederstetten haben sich alle Gemeinderäte und Ortsvorsteher an den Landrat gewandt. Er soll die Rückkehr von Bürgermeisterin Heike Naber verhindern.

Mit einem Brief und einer Unterschriftenliste wenden sich die Gemeinderäte und Ortsvorsteher von Niederstetten (Main-Tauber-Kreis) jetzt an Landrat Christoph Schauder (CDU). Sie fordern Schauder auf, die Rückkehr von Bürgermeisterin Heike Naber (CDU) ins Rathaus zu verhindern. Sie wollen "definitiv keine Zusammenarbeit mit Frau Naber mehr", heißt es in dem Brief. Das Landratsamt soll erforderliche Maßnahmen ergreifen, damit Heike Naber die Amtsgeschäfte nicht mehr aufnehmen kann. Eine Reaktion Nabers auf Brief und Unterschriftenliste steht noch aus.

Nach VGH-Urteil: Naber will zurück ins Rathaus

Der Verwaltungsgerichtshof hat zuletzt die Amtsenthebung Nabers im Jahr 2021 für unrechtmäßig erklärt. Die schriftliche Urteilsbegründung liegt noch nicht vor, bis dahin will der Landkreis noch abwarten, ob weitere Schritte ergriffen werden. Gemeinderat und Ortsvorsteher fordern bereits jetzt eine klare Haltung. Heike Naber will nach dem Rechtsstreit, der bis vor den Verwaltungsgerichtshof ging, zurück ins Rathaus. Nach dem Urteil in Mannheim teilte Naber dem SWR mit, sie wolle die Amtsgeschäfte wieder aufnehmen und dazu beitragen, dass in Niederstetten wieder Ruhe einkehre.

Streit sorgte auch überregional für Schlagzeilen

Der Main-Tauber-Kreis hatte Naber ursprünglich suspendiert, nachdem es mehrere Strafanzeigen und Disziplinarverfahren gegen sie gegeben hatte - unter anderem wegen des Vorwurfs der Falschbeurkundung und der Haushaltsuntreue. Der Streit dauerte mehr als zwei Jahre und hatte auch überregional für Schlagzeilen gesorgt, weil die Verwaltung im Rathaus von Niederstetten die Schlösser austauschen ließ, damit die Bürgermeisterin das Rathaus nicht mehr betreten konnte.

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