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Ein 30 Jahre alter Mann ist am Freitag vom Heilbronner Landgericht zu 11 Jahren und 6 Monaten Haft verurteilt worden. Der Bundesgerichtshof hatte den Fall zuvor zurück ans Landgericht verwiesen.

Die Tat hatte vor allem wegen der Brutalität für Schlagzeilen gesorgt. Der Angeklagte war bereits im August 2018 vom Landgericht Heilbronn zu 13 Jahren Haft verurteilt worden. Dagegen hatte er Revision eingelegt. Der Bundesgerichtshof (BGH) gab dieser statt. Demnach hatte es mögliche Verfahrensfehler gegeben.

Raubstrafe mangels Aussagen nicht nachgewiesen

Der Fall wurde daraufhin zurück ans Landgericht an eine andere Kammer verwiesen. Elfeinhalb Jahre - so lautete das Urteil dann am Freitagnachmittag für den brutalen Raubüberfall auf ein Ehepaar in Heilbronn-Neckargartach. Aufgrund der Indizienlage und der Aussagen des beraubten Ehepaares kam das Gericht zu dem Urteil. Es fiel geringer aus als das vergangene. Unter anderem konnte eine Raubstrafe mangels Aussagen nicht mehr nachgewiesen werden. Das Urteil ist noch nichts rechtskräftig.

Schon damals hatte es das Landgericht als erwiesen angesehen, dass der Angeklagte zusammen mit zwei weiteren Komplizen in ein Haus in Heilbronn-Neckargartach eingebrochen war und die vier Bewohner gefesselt, geknebelt und beraubt hatte.

Im Schlaf überrascht - Opfer leiden noch heute

Das Rentnerehepaar, eine 90-Jährige und deren Pflegerin waren im Schlaf überrascht worden. Laut Gericht fesselte und misshandelte der Angeklagte die vier Bewohner solange, bis er Zugang zum Tresor bekam. Die Beute: Schmuck und Bargeld im Wert von 37.000 Euro. Die Opfer leiden heute noch unter den Folgen.

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