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In Zeiten der Corona-Krise sehen sich die Gemeinschaftsschulen im Land den Regelschulen überlegen. Kritik üben sie am Management der Landesregierung.

Die Gemeinschaftsschulen fühlen sich gut gerüstet in der Corona-Krise: Schüler lernt mit Tablet (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)
Die Gemeinschaftsschulen fühlen sich gut gerüstet in der Corona-Krise (Symbolbild) Picture Alliance

Seitdem die Schulen im Land dicht sind, wird von Zuhause aus gebüffelt. Hierbei kommen auch Familien an ihre Grenzen: Die Technik spielt nicht immer mit, Plattformen und Chaträume sind überlastet. Hier sieht sich beispielsweise die Gemeinschaftsschule in Neuenstein im Vorteil.

Gemeinschaftsschulen auf eine Schulschließung gut vorbereitet

Digitale Medien gehören für die meisten Schulen bereits zum Alltag, sagte Matthias Wagner-Uhl, Leiter der Arbeitsgemeinschaft der Gemeinschaftsschulen. Anders als die anderen Schulformen seien sie durch jahrelange Vorarbeit digital vernetzt und in Unterrichtsformen im Internet geübt, so Uhl im SWR. Er selbst ist Leiter der Gemeinschaftsschule in Neuenstein (Hohenlohekreis). Dort würden im digitalen Unterricht seit Jahren individuelle Lernprozesse begleitet. Der größte Teil der über 300 Gemeinschaftsschulen im Land sei damit auf eine Schulschließung bestens vorbereitet gewesen.

Schulen in Corona-Krise alleine gelassen

Jedoch wird aus den Reihen der Gemeinschaftsschulen Kritik an der Digitalisierungsstrategie des Landes laut. Schulen seien mit der Organisation des digitalen Unterrichts in der Corona-Krise weitgehend alleine gelassen worden, kritisiert die Arbeitsgemeinschaft der Gemeinschaftsschulen. Da die Schulen geschlossen sind, müssen die Lehrer via Internet Kontakt zu ihren Schülern halten. Wie sich in den vergangenen Tagen herausstellte, klappt dies nur teilweise.

Nun komme ans Tageslicht, dass die Digitalisierungsstrategie des Landes Baden-Württemberg leider nicht funktioniert habe, sagte Uhl: "Da kann man hineinwachsen. Da braucht es aber eine Fortbildungsstrategie, die langfristig angelegt ist. Und das hat das Land über die letzten Jahre versäumt."

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