RKI macht in Kupferzell eine Corona-Studie (Symbolbild) (Foto: dpa Bildfunk, Hendrik Schmidt)

RKI hatte zum dritten Mal Daten erhoben

Kupferzell: Neue Ergebnisse aus Corona-Monitoring

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Nach langer Wartezeit hat das Robert Koch-Institut erste Ergebnisse der dritten Corona-Studie aus Kupferzell (Hohenlohekreis) veröffentlicht. Details soll es im Oktober geben.

Die Ergebnisse der Nachfolge-Studie des sogenannten Corona-Monitorings in Kupferzell hat das Robert Koch-Institut (RKI) jetzt teilweise veröffentlicht. Im Juni 2021 hatte das RKI dort erneut Erwachsene - basierend auf einer 2020 gezogenen Zufallsstichprobe - nach ihrem Wohlbefinden befragt und Blut abgenommen. Die Ergebnisse der dritten Studie in Kupferzell sollten bis Ende 2021 vorliegen, teilte damals ein Sprecher des RKI dem SWR mit.

Die Studie "Corona-Monitoring lokal" wurde auch in Bad Feilnbach (Bayern), Straubing (Bayern) und Berlin-Mitte durchgeführt. Eine gesonderte Auswertung der Ergebnisse aus Kupferzell soll laut RKI im Oktober kommen.

Erneut fand in Kupferzell eine Studie des RKI statt. (Foto: SWR)
Erneut fand in Kupferzell eine Studie des RKI statt.

Ergebnisse der Studie für alle vier Regionen

Insgesamt zeigten 98 Prozent der geimpften Teilnehmer Antikörper gegen Sars-Cov-2 auf – von den infizierten aber bislang nicht geimpften Teilnehmern bildeten nur 69 Prozent Antikörper. Dabei falle die Immunantwort bei älteren Teilnehmern etwas geringer aus als bei jüngeren. Weibliche Teilnehmerinnen zeigten eine etwas bessere Immunantwort als männliche, so die Studie.

mRNA-Impfstoffe mit besseren Ergebnissen

Die Studie kommt auch zu dem Ergebnis, dass die mRNA-basierten Impfstoffe wie BioNTech oder Moderna im Schnitt zu etwas höheren Antikörperkonzentrationen führten als der Vektor-basierte Impfstoff von AstraZeneca. Außerdem sinke die Konzentration der Antikörper nach einer Infektion mit der Zeit ab.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Studie, die sich mit Corona infiziert hatten, berichten aktuell häufiger über wiederkehrende oder dauerhafte gesundheitliche Beschwerden, heißt es in der Studie.

Kupferzell

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RKI unterstützt Empfehlung von Booster-Impfungen bei Älteren

Da die Antikörperkonzentration mit der Zeit abfalle und mit höherem Alter auch geringer ausfalle, unterstütze das Robert Koch-Institut die Empfehlung von Booster-Impfungen, gerade für die ältere Bevölkerung. Außerdem sei der Anteil an Teilnehmenden, die Antikörper aufweisen, nach einer Impfung höher als nach einer Infektion. Deswegen sei eine Impfung auch nach erfolgter Infektion empfehlenswert, so das RKI. 

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