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Vor dem Landgericht Heilbronn ist am Mittwoch der Missbrauchsprozess gegen einen ehemaligen Lehrer einer Waldorfschule aus Schwäbisch Hall fortgesetzt worden. Ein Schulsozialarbeiter hat ausgesagt.

Der Angeklagte soll zwei Mädchen sexuell missbraucht haben. Am Mittwoch sagte der Schulsozialarbeiter aus, dem sich eines der Mädchen anvertraut hatte. Drei Tage vor den Sommerferien sei eines der Opfer zusammen mit Freundinnen zu ihm gekommen. Dabei hätten die Mädchen von vielen Grenzüberschreitungen erzählt, wie Festhalten und Kitzeln. Dann erzählte eines der Mädchen ihm, wie sie im Schullandheim neben ihrem Lehrer aufgewacht sei und er sie zwischen den Beinen angefasst habe. Nach dem Gespräch hat sich das Mädchen zur Anzeige entschieden, so der Sozialarbeiter weiter.

Vorwurf: Sexueller Missbrauch und Besitz von Kinderpornographie

Der im Jahr 1957 geborene Mann soll außerdem 2014 ein damals etwa achtjähriges Mädchen missbraucht haben. Laut Anklage habe er es in seinem Haus in Schwäbisch Hall, während es schlief, ausgezogen und sexuell berührt.

Zwei Jahre später dann, im Jahr 2016, soll er außerdem im Landschulheim in Waldenburg (Hohenlohekreis) die damals Zehnjährige missbraucht haben. Auch sie habe zunächst geschlafen. Zudem wird dem Angeklagten der Besitz von Kinderpornographie vorgeworfen. Der Mann hatte bereits zum Prozessauftakt die Taten weitgehend eingeräumt.

Schwäbisch Hall

Laut Anklage Mädchen sexuell missbraucht Missbrauchsprozess: Ehemaliger Haller Lehrer räumt Taten weitgehend ein

Der Fall erschütterte im vergangenen Jahr die Stadt: Ein ehemaliger Lehrer einer Waldorfschule soll zwei Mädchen sexuell missbraucht haben. Nun hat der Angeklagte vor dem Heilbronner Landgericht die Taten weitgehend eingeräumt. Das teilte der Verteidiger des Mannes mit. Der Prozess ist teilweise nichtöffentlich.  mehr...

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