Audi-Chef im Gespräch mit Ministerpräsident Kretschmann (Foto: Audi)

Besuch im Audi-Werk in den Böllinger Höfen in Heilbronn

Ministerpräsident Kretschmann: "Neue Audi-Strategie ist klares Bekenntnis zum Standort"

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Alexander Dambach

Es war das erste Aufeinandertreffen von Audi-Chef Markus Duesmann und Ministerpräsident Kretschmann. Im Werk in Heilbronn ging es um Elektromobilität als Zukunftstechnologie.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat das Audi-Werk in den Böllinger Höfen in Heilbronn besucht. Während des Rundgangs bekam der Grünen-Politiker einen Eindruck, wie mit dem Audi e-tron GT quattro ein vollelektrisches Fahrzeug in Heilbronn entsteht. Laut Audi ist dieses Modell "nur ein Beispiel für die Transformation des Standorts Neckarsulm im Zuge der Audi-Elektrifizierungsstrategie".

Ministerpräsident Kretschmann im Gespräch mit Audi-Chef Duesmann (Foto: Audi)
Ministerpräsident Kretschmann lies sich die Produktionsabläufe erklären. Audi

Mit den Plug-in-Hybriden und Mild-Hybriden der Modelle A6, A7 und A8 seien die Kernbaureihen des Audi-Standorts schon heute elektrifiziert. Außerdem baue Audi am Hauptstandort Neckarsulm (Kreis Heilbronn) eine Entwicklung für Hochvoltbatterien auf, so Audi-Chef Duesmann.

"Ab Mitte des Jahrzehnts kommen sukzessive rein elektrische Modelle an den Standort."

Belegschaft fit für den Wandel machen

Auf dem Weg der Transformation seien die Mitarbeiter zentral, so der Audi-Chef. Das Unternehmen mache die gesamte Belegschaft fit für den Wandel.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann zeigte sich nach Angaben von Audi "beeindruckt von der Produktion des rein elektrischen Modells und den Plänen, ein Batteriekompetenzzentrum in Neckarsulm aufzubauen".

"Die neue Audi Strategie ist ein klares Bekenntnis zur Elektromobilität als Zukunftstechnologie und zum Standort Baden-Württemberg mit seinen Beschäftigten."

Die Audi-Strategie bedeute auch einen nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz, so Kretschmann. Das begrüße man in der Landesregierung sehr, sagte der Politiker. Die Weiterentwicklung dieser Schlüsseltechnologie werde die notwendige Verkehrswende beschleunigen.

"Das Land hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2040 klimaneutral zu sein, und das kann nur erreicht werden, wenn wir das Tempo beim Ausbau der erneuerbaren Energien stark anziehen."

Auch beim Ausbau der Ladeinfrastruktur und beim Thema Qualifizierung von Beschäftigten in der Automobilbranche gehe Baden-Württemberg unter dem Dach des Strategiedialogs Automobilwirtschaft BW voran, so der Grünen-Politiker.

Verbrenner-Aus steht bei Audi fest

Der Autobauer Audi sieht sich als "Vorreiter der E-Mobilität". Das Unternehmen habe mit einem festen Ausstiegsdatum aus dem Verbrenner ein deutliches Signal für die Politik und Lieferunternehmen gesetzt.

"Mit unserer Entscheidung, ab 2026 nur noch Elektroautos neu auf den Weltmarkt zu bringen, sind wir vorangegangen. Diese Klarheit wünsche ich mir auch beim beschleunigten Ausbau der Ladeinfrastruktur."

Mehr Tempo beim Ausbau Erneuerbarer Energien

Audi brauche auch ausreichend Kapazitäten für die Batteriezellen. Entscheidend sei, dass die Politik noch mehr Tempo beim Ausbau erneuerbarer Energien mache.

Lobende Worte über den Besuch gab es von Rainer Schirmer, dem Betriebsratsvorsitzenden von Audi in Neckarsulm.

"Der Besuch von Ministerpräsident Kretschmann ist ein starkes Signal für unsere Mannschaft, denn die Transformation gelingt nur im Schulterschluss."

Man sei auf einem guten Weg, so Schirmer. Man müsse sich aber weiterhin aktiv für die Auslastung und Zukunft des Standorts einsetzen, so der Betriebsratschef.

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Alexander Dambach