Ein Serieneinbrecher vor Gericht wird zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt (Foto: SWR)

Prozess am Heilbronner Landgericht beendet

Serieneinbrecher zu mehrjähriger Haftstrafe verurteilt - 900.000 Euro Beute

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Das Landgericht Heilbronn hat einen Serieneinbrecher zu einer Haftstrafe von sechs Jahren und elf Monaten verurteilt. Er ist im Raum Heilbronn in 21 Wohnungen eingebrochen.

Die Einbrüche hatte der 28 Jahre alte Mann zwischen August 2019 und Oktober 2021 begangen. Zusammen mit einem noch flüchtigen Komplizen hatte er dabei laut Gericht Diebesgut in Höhe von über 900.000 Euro erbeutet, unter anderem teuren Schmuck und auch Goldbarren.

Beim letzten Einbruch Wohnungsinhaber gefesselt

Beim letzten Einbruch im Oktober 2021 hatten der Angeklagte und sein Komplize den Wohnungsinhaber in dessen Schlafzimmer mit einem Klebeband gefesselt, um ungestört Beute in einem fünfstelligen Wert zusammenzutragen. Seitdem saß der 28-Jährige in Untersuchungshaft, nach dem Mittäter wird weiterhin gesucht.

Komplize noch auf der Flucht

Die Vorsitzende Richterin sagte bei der Urteilsverkündung, vor allem die letzte Tat steche durch ihre "Brutalität und Kaltschnäuzigkeit" hervor. Diese soll aber vor allem vom Komplizen ausgegangen sein. Das hatte auch die Zeugenaussage des letzten Opfers bestätigt. Der ausgeraubte und gefesselte Wohnungsinhaber hatte sich befreien und mit einem Handy die Polizei rufen können.

Die Staatsanwaltschaft hatte mit neun Jahren und sechs Monaten, eine deutlich höhere Strafe gefordert. Die Verteidigung lag mit sechs Jahren knapp unter dem letztendlichen Urteil von sechs Jahren und elf Monaten Haft. Der 28 Jahre alte Angeklagte hatte im Prozess die Taten gestanden, das habe sich unter anderem strafmildernd ausgewirkt. Ohne Geständnis hätte dem Mann tatsächlich eine Haftstrafe von mehr als neun Jahren gedroht, so die Richterin, und manche der Taten hätten vielleicht nicht aufgeklärt werden können.

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SWR