Stuntshow auf der Löwensteiner Platte (Foto: SWR)

Nach Pandemie-Pause

Aktionstag für Motorrad-Fans auf Löwensteiner Platte "voller Erfolg"

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Das Treffen des Polizeipräsidiums Heilbronn mit Bikern in den Löwensteiner Bergen ist mittlerweile Kult. Am Sonntag wurden bis zu 3.000 Motorradfahrer auf der Platte erwartet.

Es war "ein voller Erfolg", sagt ein Sprecher der Polizei. Vierstellig schätzt er die Zahl der Besucherinnen und Besucher bei dem Motorradsicherheitstag "Platte"in Löwenstein (Kreis Heilbronn) am Sonntag. Dieses Jahr spielte vor allem das herrliche Ausflugswetter den Veranstaltern in die Karten. 3.000 Menschen wurden im Vorfeld erwartet. Das Interesse an den Motorradvorführungen und der Technik sei groß gewesen, so der Sprecher. Besonders das Elektro-Bike der Polizei habe Aufmerksamkeit auf sich gezogen.

Elektro Motorräder der Polizei (Foto: Polizeipräsidium Heilbronn)
Elektro-Motorräder der Polizei Polizeipräsidium Heilbronn

Sicherer Fahrspaß auf zwei Rädern

Die Aussichtsplattform in Löwenstein ist ein beliebter Treff- und Anlaufpunkt, vor allem für Motorradfahrerinnen und -fahrer. Alle zwei Jahre wird bei dem Aktionstag der Polizei dort gezeigt, wie Fahrspaß auf zwei Rädern sicher bleibt. Zu Corona-Zeiten, im Jahr 2020, wurde der Motorradsicherheitstag "Platte" allerdings ausgesetzt, die Aussichtsplattform zeitweise ganz vom Kreisgesundheitsamt gesperrt. Bei den vielen Ausflüglern konnten die Hygienemaßnahmen nicht mehr eingehalten werden.

Doch dieses Jahr konnte der neunte Motorradsicherheitstag in Löwenstein nach den Corona-Lockerungen endlich wieder stattfinden. Eines der bekannten Gesichter dort war wieder Motorradpolizist Joachim Gehring vom Polizeipräsidium Heilbronn. Wenn es um "die Platte" geht, gerät er ins Schwärmen.

Zweiradfahrer kommen bis zur Platte, Autofahrer müssen laufen

Dieses Jahr waren besonders viele Akteure mit am Start - fachsimpeln, staunen, Spaß haben und Gleichgesinnte treffen. Die B39 war für das Treffen abgesperrt. Motorradfahrer gelangen neben der Absperrung durch zur Platte. Autofahrer mussten an der Klinik Löwenstein parken und laufen.

Die Unfallkasse Baden-Württemberg zum Beispiel war mit dem Fahrsimulator zum Aktionstag gekommen. Hier konnte jeder an die Grenzen gehen, ohne dass es gefährlich wird. Die Verkehrsclubs ADAC und VCD waren mit dabei. Der Fahrlehrerverband beantwortete Fragen rund um die Führerscheine und Prüfungen, DEKRA und TÜV standen Rede und Antwort bei technischen Details. Ebenso waren Motorradfachhändler vor Ort.

Interesse an Elektro-Motorrädern steigt

Der Blick auf das klassische Video-Motorrad der Polizei durfte auch nicht fehlen. Neues ausprobieren ging beim Thema Sicherheitsfeatures, zum Beispiel die Airbag-Jacke. Darüber hinaus zeigte ein Versuchsaufbau, wie wenig Schutz Alltagskleidung bietet.

Fachsimpeln am Videomotorrad der Polizei (Foto: SWR)
Löwensteiner Platte (Archivbild aus dem Jahr 2014)

Der Tag begann mit einem Biker-Gottesdienst. Im Zwei-Stunden-Rhythmus gab es dann Stunts und Vorführungen auf der B39. Das Deutsche Rote Kreuz zeigte, wie man bei einem Unfall richtig Erste Hilfe leistet.

Gedenkfahrt zum Abschluss

Ende der Veranstaltung ist um 18:00 Uhr. Zum Abschluss soll, im Rahmen einer Gedenkfahrt von der "Platte" über die "Sulzbacher Steige" und wieder zurück, den Verunfallten der vergangenen Jahre gedacht werden. Den Aktionstag "Platte" gibt es seit 2004.

Adenau

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