ARCHIV - Masthähnchen sind am 15.05.2014 in einem Stall zu sehen. Nach Expertenangaben ist das Fleisch von Mastgeflügel höchstwahrscheinlich nicht mit Fipronil belastet. Bislang sind nur in einem einzigen Mast - oder Zuchtbetrieb in Belgien nach Angaben der belgische Lebensmittelsicherheitsbehörde Fipronil-Tests positiv ausgefallen. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa | Jens Büttner)

Jetzt spanischer Hühner-Lieferant im Fokus

Nach neuen Tierquälerei-Vorwürfen: Lidl prüft Missstände

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Nachdem Lidl erneut Tierquälerei vorgeworfen wird, hat sich der Discounter geäußert. Lidl Deutschland werde nicht von dem spanischen Lieferanten im Fokus der Vorwürfe beliefert.

Auf SWR-Nachfrage schreibt das Unternehmen mit Sitz in Bad Wimpfen (Kreis Heilbronn), Lidl Deutschland erhalte kein Frischgeflügel von dem in der Kritik stehenden spanischen Lieferanten. Zudem habe Lidl Spanien bereits Kontakt mit dem Lieferanten aufgenommen, um die Vorwürfe zu überprüfen, schreibt das Unternehmen weiter. Lidl verurteile die im Video gezeigten Missstände auf Schärfste, heißt es.

Spanischer Lidl-Lieferant im Fokus

Die Tierschutzorganisation Albert Schweitzer Stiftung veröffentlichte am Dienstag Filmmaterial. Die Bilder seien im Hühnermaststall des spanischen Lidl-Lieferanten Sada versteckt aufgenommen und der spanischen Tierrechtsorganisation Equalia zugespielt worden. Laut Stiftung zeigten diese erschütternde Tierschutzverstöße, unter anderem wie Arbeiter Tiere brutal töten, treten und in Transportkäfige stopfen.

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Die Organisation forderte Lidl deshalb erneut auf, die Tierschutzstandards in der Hühnermast europaweit anzuheben.

Missstände auch bei deutschem Hühner-Lieferanten?

Bereits in der vergangenen Woche waren Vorwürfe der Tierquälerei aus einem Stall in Niedersachsen aufgekommen, aus dem Lidl Hühner für seine Eigenmarken "Metzgerfrisch" und "Grillmeister" bezieht, wie die Albert Schweitzer Stiftung schreibt. Diese hatte Lidl später zurückgewiesen. 

Der Discounter schrieb, die umfassende Prüfung seines Lieferanten sei ohne Auffälligkeiten verlaufen. Trotzdem werde der Lieferant weiter engmaschig beobachtet.

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