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Die Intensivstationen in Heilbronn-Franken sind weiter stark ausgelastet. Die Krankenhäuser setzen auf gegenseitige Unterstützung.

Auch wenn die Corona-Infektionszahlen aktuell leicht zurückgingen, mache sich dieser Trend auf den Intensivstationen noch nicht bemerkbar, so Frank Feinauer, Pflegedirektor im Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim (Main-Tauber-Kreis). Ein Rückgang der Corona-Infektionen zeige sich erst später auf den Intensivstationen.

Das Klinikum in Crailsheim (Kreis Schwäbisch Hall) verwies auf SWR-Anfrage auf das DIVI-Intensivregister. Dort stehen die Kapazitäten für das Klinikum auf grün. Das bedeutet, es sind noch Intensivplätze frei.

Derzeit rund 50 Covid-19-Intensivpatienten in Heilbronn-Franken

In den Heilbronner SLK-Kliniken am Gesundbrunnen und in Löwenstein werden aktuell insgesamt 32 Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen behandelt, 18 davon müssen beatmet werden. Aus Bad Mergentheim heißt es, dort seien aktuell noch drei Plätze auf der Intensivstation frei. Vier bis fünf der aktuell 20 Intensivpatienten seien von Corona betroffen, bei den übrigen handele es sich um Notfälle aufgrund verschiedener schwerer Erkrankungen. Im Diakoneo Diak Klinikum Schwäbisch Hall müssen aktuell sieben Covid-19-Patienten beatmet werden, weitere 14 sind auf einer Isolierstation.

SLK-Kliniken Heilbronn Eingang (Foto: SWR, SWR)
In den Heilbronner SLK-Kliniken am Gesundbrunnen und in Löwenstein werden aktuell insgesamt 32 Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen behandelt SWR

Krankenhäuser unterstützen sich gegenseitig und übernehmen Patienten

In dieser schweren Situation würden sich die Krankenhäuser in der Region gegenseitig unterstützen, heißt es zum Beispiel aus dem Hohenloher Krankenhaus in Öhringen (Hohenlohekreis). So würden Patienten aus stark belasteten Krankenhäusern auf umliegende, weniger stark ausgelastete Häuser verlegt.

"Aktuell haben wir die Zahl der planbaren Operationen im Caritas-Krankenhaus reduziert. Medizinisch dringend erforderliche Eingriffe finden aber nach wie vor statt."

Trotzdem müsste aktuell in allen Bereichen jede Operation verschoben werden, soweit dies medizinisch noch vertretbar sei, auch in Bad Mergentheim.

Weitere Beatmungsplätze wurden im Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim geschaffen (Foto: Pressestelle, Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim)
Beatmungsplätze im Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim Pressestelle Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim

Situation wird noch mindestens zwei Wochen angespannt bleiben

Da sich die sinkenden Infektionszahlen allerdings erst zeitlich verzögert in den Kliniken bemerkbar machen, rechnen die Verantwortlichen in den Krankenhäusern damit, dass die angespannte Situation noch mindestens zwei bis drei Wochen andauern werde.

"Wir hoffen, dass sich die Situation im Juni angesichts steigender Impfzahlen und der wärmeren Witterung allmählich entspannt."

Heilbronn

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