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Die Heilbronner Läpple-Gruppe will 2021 wieder schwarze Zahlen schreiben. Im vergangenen Jahr war der Umsatz um fast ein Viertel auf rund 393 Millionen Euro eingebrochen.

Aktuell gebe es einen leichten Aufwärtstrend, aber auch Risiken. Läpple-Vorstandssprecher Klemens Schmiederer sagte dem SWR, die Engpässe von Leiterplatten in der Autoindustrie wirkten sich auch auf die Zulieferer aus, da die Produktion bei den Autoherstellern teils gestoppt werden müsse.

"Wir sehen jetzt ja auch im Automotive-Bereich, dass die Versorgung mit Materialien Schwierigkeiten bereitet. Und wir wissen natürlich nicht, was das noch bedeutet, ob wir auch wieder Produktionsunterbrechungen haben. Also das ist immer noch sehr volatil."

Das Corona-Jahr 2020 bezeichnete der Läpple-Manager als äußerst herausfordernd. Im März vergangenen Jahres sei die Produktion durch den harten Lockdown von heute auf Morgen auf Null zurückgefahren worden. So eine Vollbremsung müsse man erst einmal organisatorisch hinbekommen, so Schmiederer.

Stellenabbau bei Fibro

Läpple hatte Anfang des Jahres angekündigt, 300 Stellen über ein Freiwilligenprogramm abbauen zu wollen, vor allem bei der Tochter Fibro in Weinsberg (Kreis Heilbronn). Fibro stellt Teile für Werkzeugmaschinen her und hat auch in Haßmersheim (Neckar-Odenwald-Kreis) eine Fertigung.

Fibro in Weinsberg (Foto: SWR)
Die Läpple-Tochter Fibro in Weinsberg.

Wieviele Beschäftigte sich am Freiwilligenprogramm bislang beteiligt haben, dazu wollte das Unternehmen noch keine Angaben machen. Bis September werde es hier Klarheit geben, hieß es.

2022 sollen die Geschäfte besser laufen

Die Läpple-Spitze setzt vor allem auf das Jahr 2022. Man gehe davon aus, dass sich der Automotive-Sektor dann wieder stabilisiert habe. Bereits im zweiten Halbjahr 2021 rechnen die Verantwortlichen außerdem mit besser laufenden Geschäften im Werkzeug- und Maschinenbau.

Elektromobilität schadet Geschäft nicht

Dem immer mehr an Tempo aufnehmenden Wandel hin zur Elektromobilität sieht Läpple gelassen entgegen. Man sei gut dabei, habe Aufträge in beiden Antriebsarten. Die Karosserie-Strukturteile seien auch bei Elektroautos nach wie vor extrem wichtig.

"Unsere Stärke ist, dass wir Leichtbau können. Die CO2-Reduzierung wird eine dominante Rolle spielen und bleiben. Unsere Stärke ist die Aluminium-Mischbauweise. Uns ist da also nicht bange."

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