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Die im Mai 2018 aus der Klosterkirche Schöntal (Hohenlohekreis) gestohlene Johannes-Figur konnte von der Polizei in Frankreich sichergestellt werden. Das Landeskriminalamt gab den Kunstschatz am Dienstag zurück.

Den Ermittlern war es durch enge Zusammenarbeit mit der französischen Gendarmerie gelungen, die kostbare Johannes-Figur wiederzufinden. Sie gehört zu einer Darstellung der Kreuzigung Christi in der barocken Klosterkirche Schöntal. Der Heilige Johannes soll dort in den nächsten Tagen wieder aufgestellt werden.

Diebstahl von mehreren Kunstgegenständen aus Museen und Kirchen

Die Beamten hatten im Februar und März 2019 in Frankreich die Räume eines einschlägig vorbestraften Kunstdiebs durchsucht. Der 49-Jährige steht im Verdacht, über Jahre hinweg Kunst aus Museen, Kirchen und Galerien gestohlen zu haben, meist am helllichten Tag und während der Öffnungszeiten.

Der gestohlene Kunstschatz, der Heilige Johannes, ist wieder im Kloster Schöntal (Foto: SWR)
Der gestohlene Kunstschatz, der Heilige Johannes, ist wieder im Kloster Schöntal

Insgesamt stellte die Polizei 26 in Deutschland gestohlene Kunstgegenstände sicher - davon 20 aus Baden-Württemberg. Unter dem Diebesgut ist auch die Skulptur des Heiligen Johannes aus Schöntal.

Konzept der freien Zugänglichkeit in Frage gestellt

Das "Kloster Schöntal und seine Klosterkirche sind als Ensemble mit der reichen Ausstattung aus mehreren Jahrhunderten ein besonderer Schatz." Das sagte Michael Hörrmann, der Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, die für die konservatorische Betreuung des ehemaligen Klosters zuständig sind.

Ein Diebstahl in einem solchen Monument sei immer besonders tragisch, weil die Situation das Konzept der freien Zugänglichkeit in Frage stelle, so Hörrmann.

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