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Bei den corona-infizierten Mitarbeitern des Künzelsauer Unternehmens Würth gibt es bislang keine schweren Krankheitsverläufe. Der Hohenlohekreis hat mit rund 130 weiter einen hohen Inzidenzwert in Baden-Württemberg.

Den Menschen gehe es vergleichsweise gut, sagte der Sprecher der Würth-Geschäftsleitung Norbert Heckmann dem SWR. Die Zahl der Corona-Erkrankten nach dem Virus-Ausbruch bei Würth hat sich nach Angaben des Landratsamts am Mittwochabend auf 71 erhöht. Zusätzlich zu den infizierten Mitarbeitern von Würth seien auch 20 Kontakpersonen positiv getestet worden, hieß es schon zuvor.

"Die Mitarbeiter, die mit uns in Kontakt sind - das ist die überwiegende Anzahl - denen geht es gut. Viele haben wir erst durch unsere Schnelltests positiv getestet. Dann sind sie zum Arzt gegangen. Sie hatten größtenteils keine Symptome."

Norbert Heckmann, Geschäftsleitung Würth

Natürlich wisse man nicht, ob noch Symptome auftreten, so der Unternehmens-Sprecher weiter. In Folge der Infektionen habe Würth ein eigenes Testsystem errichtet. Alle Mitarbeitenden der Logistikzentren würden in einem rollierenden System mindestens einmal wöchentlich getestet, in Schwerpunktbereichen mehrmals. Die Tests würden von ausgebildeten Ersthelfern durchgeführt.

Würth beobachte die weitere Entwicklung sehr genau und bleibe im engen Austausch und Kontakt mit dem Gesundheitsamt. Die Gesundheit habe absolut oberste Priorität, heißt es in einer Mitteilung.

Britische Corona-Mutation bei Würth-Mitarbeitenden

Der Hohenlohekreis kämpft seit Tagen mit einer hohen Corona-Inzidenz. Unter anderem bei Würth in Künzelsau waren viele Mitarbeiter positiv getestet worden - wie sich herausstellte, auch auf die britische Corona-Variante.

"Momentan können wir noch nicht genau sagen, wer das Virus hineingetragen hat. Es ist so, dass bei dem Unternehmen auch Fremdfirmen immer wieder waren, die dort Installationen gemacht haben."

Matthias Neth, Landrat Hohenlohekreis

Corona-Hotspot im vergangenen Frühjahr

Der Hohenlohekreis hatte lange eine vergleichsweise niedrige Sieben-Tage-Inzidenz, bis vor kurzem die Zahlen anstiegen. Dabei blicken die Verantwortlichen auch mit Sorgen auf das vergangene Frühjahr: In Kupferzell hatten sich mehrere Besucher bei einem Kirchenkonzert mit dem Coronavirus angesteckt. Das Robert-Koch-Institut führte daraufhin zwei Studien in dem damaligen Hotspot durch.

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