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Im Prozess gegen den Supermarkt-Räuber von Tauberbischofsheim ist der Angeklagte zu einer Haftstrafe von vier Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. Er führte mit Komplizen den Überfall durch und verletzte dabei eine Frau.

Das Landgericht in Mosbach (Neckar-Odenwald-Kreis) verurteilte den 30-jährigen Mann wegen schweren Raubes und vorsätzlicher Körperverletzung.  

Er hatte den Supermarkt-Überfall in Tauberbischofsheim (Main-Tauber-Kreis) zuvor gestanden. Zusammen mit drei Komplizen soll der 30 Jahre alte Mann rund 57.000 Euro erbeutet haben. Einen Teil der Summe hat er demnach mit einem Staubsauger aus dem Tresor gesaugt. Zuvor hatte der Angeklagte laut Gericht die Kassiererin mit vorgehaltener Pistole bedroht und sie so grob gefesselt, dass sie dabei verletzt wurde.

Anwesenheit der Kassiererin war nicht bekannt

Der Angeklagte sagte vor dem Landgericht Mosbach am Montagvormittag aus, er habe den Staubsauger mit zum Supermarkt in Tauberbischofsheim gebracht. Dass die Kassiererin im Haus war, habe er vorher nicht gewusst. Das berichtet die Deutsche Presseagentur (dpa).

Den Überfall habe ein Komplize geplant, er war damals der Supermarkt-Leiter. Ursprünglich habe man einen fingierten Überfall durchführen wollen. Ein weiterer Supermarkt-Mitarbeiter sei informiert gewesen. Ihn und die Kassiererin habe man schließlich überfallen. Ein dritter Komplize habe das Fluchtfahrzeug gefahren.

Verhandlungstermine für Komplizen sollen folgen

Auf die Spur kamen die Ermittler den Männern, weil einer seine Brille am Tatort verlor. Von einem Großteil des erbeuteten Geldes fehlt bis heute jede Spur.

In dem Prozess am Montag ging es nur um den 30-Jährigen, der der Kassiererin die Pistole vorgehalten hatte. Ihm wurden unter anderem schwerer Raub und vorsätzliche Körperverletzung zur Last gelegt. Die Verhandlungstermine für die mutmaßlichen Komplizen stehen noch nicht fest, teilte das Gericht mit.

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