Kinderfreizeit Haigern (Foto: SWR, Simon Bendel)

Auf dem Haigern in Talheim mit 350 Kindern

Kinderfreizeit nach Corona-Pause: Zuvor als Teilnehmer, jetzt als Helfer an Bord

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Am Montag ist auf dem Haigern bei Talheim (Kreis Heilbronn) nach zwei Jahren Corona-Pause die diesjährige Kinderfreizeit mit rund 350 Kinder gestartet.

In den letzten beiden Corona-Jahren gab es zwar Angebote für Kinder, aber in sehr abgespeckter Form. Jetzt geht es wieder richtig rund. Und die Kinder sind glücklich darüber. Es findet täglich ein buntes Programm statt. Und für alle ist etwas dabei: Gemeinschaft erleben, gemeinsam Spielen, sich in der Natur bewegen und neue Freunde finden, heißt es in Talheim.

Auch der Leiter der Freizeit, Philipp Ruppert, ist froh, dass es seit Montag wieder richtig rund geht. Nach so einer langen Pause dauert es natürlich, bis die Abläufe wieder eingespielt sind, aber das habe sich schnell erledigt.

Kinderfreizeit auf dem Haigern startet (Foto: SWR, Simon Bendel)
Kinderfreizeit auf dem Haigern startet Simon Bendel

Das Team sei wesentlich jünger geworden. Die früheren Helfer seien mittlerweile Studierende oder in der Ausbildung und könnten zeitlich nicht mehr unterstützen. Dafür gebe es jüngere Helferinnen und Helfer, die damals schon als Kind dabei waren und nun als Helfer an Bord seien, so Ruppert.

Corona hat die Kommunikation vorangetrieben

Die Kommunikation mit den Eltern laufe jetzt digital über Messengerdienste. Das spare viel Zeit, weil Gespräche wegfallen, sagt Ruppert. Corona, die Pandemie, die Lockdowns haben so einiges verändert - die Stadt Heilbronn, die auch die kirchlichen Kinderfreizeiten unterstützt, habe in den letzten Jahren reagieren müssen, erklärt Achim Bocher, Amtsleiter Familie, Jugend und Senioren. So wurde damals während des Lockdowns und den Corona-Verordnungen mit Hygienplanungen ein runder Tisch gegründet. Die Thematik, wie man mit der Situation umgehe oder wie viele Kinder teilnehmen können, hatte schließlich alle Kinderfreizeiten betroffen. Die Kooperationen zwischen den einzelnen Anbietern sei durch die Pandemie enger geworden und laufe auch in diesem Jahr super, so Bocher.

Heilbronns erster Bürgermeister Martin Diepgen (parteilos) besuchte den Haigern ebenso. Er hält die Kinderfreizeit nach den zwei anstrengenden Pandemie-Jahren für goldrichtig. So könnten die Kinder ihr Sozialverhalten weiterentwickeln und ihre freie Zeit ausgelassen mit Gleichaltrigen genießen.

Kinderfreizeiten von AWO oder auf dem Gaffenberg gut besucht

Auch die anderen Kinderfreizeiten rund um Heilbronn sind gut besucht, zum Beispiel der Gaffenberg und die AWO-Freizeit in Heilbronn-Böckingen. Die Plätze waren schnell belegt, nach Corona war das Angebot dringend nötig, heißt es. Das wird umso deutlicher, wenn Hunderte Aliens, Raumfahrer oder Raketentechniker umherwuseln, so die Betreuer auf dem Haigern.

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