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Die Kauflaune bei den Menschen steigt mit zunehmend warmen Wetter. Durch den Corona-Lockdown sind aber nicht alle Waren der Renner. In Wertheim zum Beispiel verschönern sich die Menschen die Zeit zu Hause.

Während Städte im ganzen Land mit Appellen an die Landesregierung erneut Öffnungsschritte für die Innenstädte nach Tübinger Vorbild fordern, halten sich andere noch zurück. In Wertheim (Main-Tauber-Kreis) beispielsweise sieht Citymanager Christian Schlager durchaus steigende Kauflaune bei den Menschen. In einzelnen Bereichen gebe es positive Signale. Blumen, frische Waren vom Wochenmarkt oder Spezialitäten seien gefragt.

"Ich bin ja im Moment schwer auf mich selbst zurückgeworfen und auf meine Wohnung, also mache ich es mir schön und gönne mir was. Die Leute gönnen sich zu Hause was. Man kann nicht essen gehen, also kauft man eben am Marktstand ein oder im Spezialitätenladen."

Christian Schlager, Citymanager Stadt Wertheim
Wertheim  (Foto: SWR)
Wertheim idyllisch gelegen: Hier sind manche Konsumartikel durchaus gefragt (Archivbild)

Deutscher Handelsverband: Privater Konsum zieht an

Der Deutsche Handelsverband hat insgesamt 2.000 Konsumenten befragt. Und aus dieser Umfrage lässt sich ableiten: Der private Konsum zieht wohl an. Und das, obwohl die Aussicht auf ein entspanntes Shoppingerlebnis noch lange nicht in Sicht ist.

Und so hat auch Wertheims Citymanager Schlager die Erfahrung gemacht: Für Bekleidung gelte die anziehende Konsumfreude nicht. Dafür müsse man schon flanieren können - es sei denn, es geht um das letzte Paar Schuhe. Ebenso kann gerade kein Geld für Reisen oder Restaurantbesuche ausgegeben werden.

Kunden parken mehr Geld auf Kreissparkasse-Konten

Und auch die Banken merken, dass die Kunden ihr Geld weniger unter die Leute bringen. Laut Ralf Peter Beitner, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Heilbronn, parken die Kunden derzeit zehn Prozent mehr Geld auf ihren Girokonten.

"Wir haben im Jahr 2020 erheblich viel mehr Gelder von unseren Kunden auf den Konten, als wir das in den Vorjahren hatten. Der Zuwachs, den wir eigentlich gewohnt sind, war wesentlich höher."

Ralf Peter Beitner, Vorstandsvorsitzender Kreissparkasse Heilbronn
Vier große Buchstaben aus Metall DHBW (Foto: SWR, Jens Nising)
Die Nachfrage nach Studienplätzen spiegelt die Konjunktur wider (Archivbild) an der DHBW Jens Nising

Weniger Studienplätze im Gastro-Bereich

Auch für die Duale Hochschule Heilbronn ist die Wirtschaftslage in Heilbronn-Franken besser als ihr Ruf. Für Nicole Graf, die Leiterin der Dualen Hochschule Heilbronn, spiegelt sich die Konjunktur in der Nachfrage nach Studienplätzen wieder.

"Alles Digitale läuft natürlich momentan sehr gut: im Handel, ganz besonders im Lebensmittelhandel. Während andere Branchen, wie natürlich die Gastronomie oder Gemeinschaftsverpflegung, nachteilig betroffen sind - das heißt, in diesem Jahr weniger Studienplätze melden."

Nicole Graf, Leiterin der Dualen Hochschule Heilbronn
Neckarsulm

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