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Arbeit im Homeoffice, geschlossene Geschäfte und Restaurants. Menschen essen mehr zu Hause und bestellen ihre Produkte eher online. Die Folge: mehr Müll, auch im Kreis Heilbronn.

Verpackungen, Restmüll und auch Kartonagen. Der Kreis Heilbronn bittet Bürger jetzt darum, Kartonagen erst Ende Januar zum Recyclinghof zu bringen. Im Landkreis gibt es insgesamt 51 davon - und überall quellen die Container für Kartonagen über. In die öffentlichen Papiercontainer gehören Kartons aber auch nicht - sie quellen auf und verstopfen die Container.

Rund 12.500 Tonnen Sperrmüll

Nach den Feiertagen kommt ohnehin immer deutlich mehr Papier- und Kartonmüll auf die Recyclinghöfe, durch Corona befürchten die Verantwortlichen einen noch viel höheren Andrang: Die Leute sind mehr zu Hause, konsumieren dort mehr und bestellen viele Pakete online. Hinzu kommt, dass die Mengen an Sperrmüll deutlich gestiegen sind, auf rund 12.500 Tonnen.

"Wenn die Leute nicht in den Urlaub können, nehmen sie ihr Geld und kaufen sich neue Möbel. Die alten werden dann natürlich ausgemistet."

Höhere Kosten wieder erwirtschaften

Auch beim Restmüll gab es Zuwächse von rund 5 Prozent. Und die Entsorgung größerer Mengen als gedacht kostet natürlich mehr Geld. Der Abfallwirtschaftsbetrieb muss die höheren Kosten in den Folgejahren wieder erwirtschaften.

Die Müllgebühren im Landkreis Heilbronn wurden für 2021 erhöht, erstmals seit 15 Jahren, um insgesamt rund 12,5 Prozent. Die aktuellen Entwicklungen spielten dabei keine Rolle, sondern Anpassungen unter anderem bei der Bio- und Restmüllentsorgung.

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