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Im Strafverfahren um den mutmaßlichen Mord an einem 15 Jahre alten Jungen in Güglingen muss das Heilbronner Landgericht nun entschieden, ob die Anklage zugelassen - und damit ein Verfahren eröffnet wird.

Das Verfahren ist der Großen Jugendkammer des Landgerichts Heilbronn zugeteilt worden. Wie es heißt, ist ab Oktober mit einem Prozesstermin zu rechnen, falls die Kammer das Hauptverfahren eröffnet.

Eins ist jetzt schon klar, der Prozess wird zum Schutz des minderjährigen Beschuldigten unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchgeführt werden. Auch die Presse soll nicht zugelassen werden. Darüber hinaus kündigte das Landgericht an, von sich aus über den Verlauf des Verfahrens zu berichten.

Der Eingang des Landgerichts Heilbronn (Foto: SWR)
Landgericht Heilbronn (Archivbild)

Vorwurf: Vater und Bruder in Güglingen mit Messer attackiert

Die Staatsanwaltschaft wirft einem zur Tatzeit 17-jährigen Jugendlichen vor, im Januar auf einem Reiterhof in Güglingen (Kreis Heilbronn) seinen 15-jährigen Bruder mit einem Messer erstochen zu haben. Die Anklage geht von Mord aus. Der Vater war bei dem Angriff lebensgefährlich verletzt worden und auch der mutmaßliche Täter erlitt schwere Verletzungen. Er lag längere Zeit im Vollzugskrankenhaus auf dem Hohenasperg (Kreis Ludwigsburg). Wie es zu dieser Gewalttat in der Nacht des 25. Januar kommen konnte, was der Auslöser war und wie die Tat ablief - dazu ist bisher nichts bekannt.

Sollte der Jugendliche wegen Mordes und versuchten Mordes verurteilt werden, drohen im zehn Jahre Haft.

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