Trauer um Thomas Jendges

Ehemaliger Leiter des Heilbronner SLK-Klinikums gestorben

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Der ehemalige Leiter des Heilbronner SLK-Klinikums Dr. Thomas Jendges ist nach SWR-Informationen am Dienstagmorgen gestorben. Er wurde 55 Jahre alt.

Dr. Thomas Jendges (Foto: SWR)
Dr. Thomas Jendges ist im Alter von 55 Jahren gestorben

Thomas Jendges stand elf Jahre an der Verwaltungsspitze des Heilbronner SLK-Klinikums. Im Jahr 2009 kam der Diplom-Ingenieur und promovierte Volkswirt von den Berliner DRK-KIiniken nach Heilbronn. Dort prägte er den Wandel der Krankenhausgemeinschaft in den vergangenen Jahren entscheidend mit und setzte sich dafür ein, dass die Standorte Heilbronn und Bad Friedrichshall (Kreis Heilbronn) ausgebaut werden.  

Erst im April 2021 übernahm Jendges die Co-Leitung des Chemnitzer Klinikums. Ab dem 1. Oktober war Jendges alleiniger Geschäftsführer des Klinikums in Chemnitz.

Stadt und Klinikum Chemnitz tief betroffen

Das Chemnitzer Klinikum bestätigt auf der Internetseite den Tod Jendges: "Mit großer Bestürzung habe ich vom tragischen Tod von Dr. Thomas Jendges, dem Geschäftsführer unseres Klinikums, erfahren", heißt es vom Chemnitzer Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzenden des Krankenhauses Sven Schulze. Am Montagabend habe er sich noch mit Jendges über die schwierige Corona-Lage ausgetauscht.

"Ich bin tief betroffen und meine Gedanken und mein tiefstes Mitgefühl sind in diesen Minuten bei seiner Familie und seinen Freunden."

Heilbronner SLK-Kliniken reagieren bestürzt

Bei den Heilbronner SLK-Kliniken habe man mit großer Bestürzung von Jendges plötzlichen Tod erfahren, heißt es in einer Mitteilung. Thomas Jendges habe sich sehr viele Verdienste um den gesamten SLK-Verbund erworben und sehr wichtige Weichenstellungen für die Zukunft der SLK-Kliniken gestellt. Er war Ende 2019 aus persönlichen Gründen aus dem Amt ausgeschieden und war seit 2020 als Krankenhausgeschäftsführer und Berater tätig

Wie die "BILD" berichtet, soll Jendges Suizid begangen haben. "Wir werden jetzt mit allen Verantwortlichen im Klinikum sprechen, um sie in der ohnehin schon schwierigen Lage nicht allein zu lassen", so die Mitteilung des Chemnitzer Klinikums.

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