Hummel auf Lavendel-Blüte (Foto: Colourbox, Fedor Selivanov)

NABU ruft zum Zählen von Hummeln auf

"Machen Hummeln Sommerurlaub?" - Insektensommer geht in zweite Runde

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Der NABU ruft im Insektensommer alle Menschen zum Zählen von Sechsbeinern, insbesondere von Hummeln auf. Jeder kann mitmachen, die Ergebnisse werden in einer App eingetragen.

2022 feiert der Insektensommer, eine Gemeinschaftsaktion des Naturschutzbundes (NABU), des Landesbunds für Vogelschutz und naturgucker.de, sein fünfjähriges Jubiläum. Vom 5. bis 14. August sind alle Menschen in der Region, aber auch darüber hinaus, eingeladen mitzumachen und Sechsbeiner zu zählen. Auch die Mitglieder des NABU Ortsverbandes Schwaigern (Kreis Heilbronn) zählen mit. Es ist nach einer Aktion im Juni die zweite Runde des Insektensommers in diesem Jahr.

Alles mit sechs Beinen NABU-Insektensommer: Zweite Zählphase startet am 5. August

Wie geht es den Insekten bei uns? Diese Frage versucht der Naturschutzbund NABU jedes Jahr im Sommer zu beantworten. Und wir alle können helfen, indem wir die Insekten beobachten.  mehr...

"Kannst du Hummeln an ihrem Hintern erkennen?"

Der Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf den Hummeln. "Machen Hummeln Sommerurlaub?", fragt der NABU auf seiner Seite. Die Antwort ist einfach: Hummeln haben im Sommer keine Zeit für Urlaub. Sommerzeit heißt Arbeitszeit für die kleinen, plüschigen Kunstflieger. Für wenige Monate tun sie sich zu den sogenannten "Sommerstaaten" zusammen. Sie leben also, anders als beispielsweise Bienen, nicht das ganze Jahr über in einer Kolonie.

Eine der Leitfragen bei der zweiten Runde des Insektensommers in diesem Jahr lautet: "Kannst du Hummeln an ihrem Hintern erkennen?" Denn genau das geht. In Deutschland leben vor allem drei Hummelarten - Ackerhummeln, Steinhummeln und Erdhummeln. Und die unterscheiden sich eben farblich an ihrem pelzigen Po.

Wie kann ich an der Zählung teilnehmen?

Zählen kann man fast überall, heißt es vom NABU, ob im heimischen Garten, im Wald, auf einer Wiese oder am Wasser. Ein Tipp: Es sollte sonnig und möglichst windstill sein, damit man eine besonders große Chance hat, viele Insekten und vor allem Hummeln anzutreffen. Eine Stunde lang sollte man dann einen Bereich von maximal zehn Metern um den eigenen Standort beobachten.

Folgende Hilfsmittel können die Zählaktion erleichtern, sind aber kein Muss: Lupe, Bestimmungsbuch, Zählhilfe und eine Kamera, um die kleinen Sechsbeiner auch ablichten zu können. Die Daten werden anschließend per WebApp gesammelt und vom NABU ausgewertet. Auf der Seite des NABU gibt es auch Anleitungen für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis.

Um was geht es bei der Aktion?

Am Ende geht es darum "die Artenvielfalt der Sechsbeiner und ihre geografische Verteilung" zu erkunden, heißt es auf der Webseite des NABU. Doch das ist nicht das einzige Ziel. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern soll auch die heimische Insektenwelt nähergebracht werden. So werden die Menschen für die Insekten und deren Leben sensibilisiert und gleichzeitig auch wichtige Daten erhoben.

Beim Insektensommer 2021 waren rund 13.000 Hobbyforscherinnen und -forscher dabei. "Es ist schön, wenn sich so viele Menschen Zeit für die Natur nehmen", schreibt der NABU. Auch in diesem Jahr hofft der Naturschutzbund auf eine rege Teilnahme.

"Man schützt nur, was man kennt und der Insektensommer bietet die wunderbare Möglichkeit, in der Ferienzeit ein spannendes Natur-Abenteuer zu erleben."

Den Hummeln bei der Arbeit helfen

Wer übrigens Hummeln während ihrer Arbeitszeit helfen will, sollte seinen Garten oder auch seinen Balkon möglichst naturnah und blütenreich gestalten. Für ein gutes Angebot an Pollen- und Nektarquellen kann jeder etwas tun. Hummeln nehmen auch gerne menschengemachte Nistkästen an. Solche Kästen lassen sich recht einfach selbst basteln, man kann sie aber auch im Fachhandel kaufen.

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SWR