Greiftechnologie ADHESO  (Foto: SCHUNK)

Neue Greiftechnologie nach Vorbild aus der Tierwelt

Deutscher Innovationspreis für Klima und Umwelt für Schunk aus Lauffen

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Der Greifsysteme-Spezialist Schunk aus Lauffen am Neckar ist mit dem Deutschen Innovationspreis für Klima und Umwelt (IKU) ausgezeichnet worden. Für eine neue Technologie nach einem Vorbild aus der Tierwelt.

Der Preis wurde am Montagabend in Berlin vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz vergeben. Ausgezeichnet wurde auch ein Projekt von Schunk aus Lauffen am Neckar (Kreis Heilbronn). Den Preis gab es für die neue Greiftechnologie "ADHESO", die zusammen mit dem Saarbrückener Start-up Innocise entwickelt wurde.

Geckos als Vorbild

Als Inspiration für die neue Technologie dienten Geckos, die mühelos an senkrechten Wänden oder sogar an der Decke laufen können. Das Geheimnis sind unzählige winzige Härchen an den Füßen der Geckos.

Bei "ADHESO" wird die feine Härchen-Struktur auf Pads an Greifern von Maschinen oder Robotern nachgebildet. Zum Aufnehmen des Werkstücks wird die Struktur sanft aufgedrückt, wodurch sich die Kontaktfläche vergrößert und die Wirkung der Van-der-Waals-Kräfte einsetzt. So haften die Pads an unterschiedlichen Materialien - basierend auf dem Prinzip der Adhäsion.

"Da geht es um Molekül-Bindungen und Oberflächen-Maximierung und so können wir greifen, wie ein Gecko an der Wand laufen kann."

Energiebedarf deutlich reduziert

Teile können ohne Druckluft, Vakuum oder Strom gehalten werden. Der Energiebedarf in Automatisierungsprozessen wird deutlich reduziert. Der niedrige Energieverbrauch sei sowohl ein ökologischer als auch ein ökonomischer Vorteil, denn zukünftig werde die CO2-Bilanz der Produktions- und Zuliefererindustrie eine immer größere Rolle spielen, heißt es auf der Internetseite des Innovationspreises.

"Man spricht ja hier nicht nur von einem energieeffizienten Greifer, sogar tatsächlich am Ende vom Tag von einem energielosen Greifer."

Ein weiterer Vorteil ist laut Schunk: Mithilfe der Adhäsionskräfte können Bauteile sehr sanft und rückstandsfrei gegriffen werden. So können auch sensible Werkstücke gehandhabt werden. Es werden keine Spuren an den Werkstücken hinterlassen.

150 Bewerbungen für Preis

Rund 150 Unternehmen hatten sich für den Deutschen Innovationspreis für Klima und Umwelt (IKU) beworben. Zehn wurden am Montagabend ausgezeichnet. Das Unternehmen Schunk aus Lauffen ist Preisträger in der Kategorie "Umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen". Der Deutsche Innovationspreis für Klima und Umwelt wurde in diesem Jahr zum achten Mal vergeben, jedoch erstmalig durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz.

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