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Der Astrazeneca-Impfstoff soll in der Regel nur noch für Personen ab 60 Jahren eingesetzt werden. Diese Nachricht sorgte für Schlagzeilen. Grund sind sehr seltene sogenannte Sinusvenenthrombosen, die als Nebenwirkung nach einer Impfung auftreten können, vor allem bei Frauen.

Mit dem britisch-schwedischen Impfstoff waren in den vergangenen Wochen in Heilbronn-Franken vor allem auch Lehrer und Erzieher geimpft worden. Gerade in diesen Gruppen sei die Verunsicherung jetzt sehr hoch, so Eric Stegmaier, Heilbronner-Kreisvorsitzender der Gewerkschaft VBE.

"Jetzt bin ich natürlich sehr gespannt, was Politik und Medizin sagen, wie es jetzt weitergehen soll, mit was weiterhin geimpft wird."

Eric Stegmaier, Kreisvorsitzender Verband Bildung und Erziehung

Die Ständige Impfkommission (Stiko) will bis April entscheiden, wie es mit den Zweitimpfungen mit Astrazeneca weitergeht. Denkbar ist, dass die zweite Impfung mit einem anderen Impfstoff durchgeführt wird. Auf eigene Entscheidung hin soll man sich mit Astrazeneca möglicherweise doch noch impfen lassen können.

Zweifel und Diskussionen rund um Astrazeneca-Impfstoff

Bei den Stadtzwergen Heilbronn, einer privaten Kita für Kinder bis drei Jahren, arbeiten aktuell 18 Mitarbeiter. Bis jetzt sind acht Personen geimpft. Seit längerem schon werde über den Astrazeneca-Impfstoff intern diskutiert. Manche Mitarbeiter hätten sich bislang bewusst gegen eine Impfung entschieden, so Frank Buchholzke von den Stadtzwergen.

"Die erstgeimpften Frauen überlegen jetzt, ob sie sich die zweite Spritze mit Astrazeneca setzen lassen möchten. Einige sagen, die erste habe ich gut überstanden, dann mache ich auch die Zweite. Es gibt aber auch das Gegenteil, dass manche nicht so recht wissen, ob sie die zweite Impfung wirklich machen lassen möchten."

Frank Buchholzke, Stadtzwerge Heilbronn

Erleichtert, dass sie sich bislang gegen eine Impfung mit Astrazeneca entschieden hat, ist die 22 Jahre alter Erzieherin Catharina Scheffer, die in einer Kita in Künzelsau (Hohenlohekreis) arbeitet. Sie hat sich aus Angst vor möglichen Nebenwirkungen noch nicht impfen lassen.

"Ich habe mir jetzt gedacht, es war vielleicht doch ganz gut, dass ich mich zurückgehalten habe. Und jetzt habe ich nochmal Zeit, bis ich mich selber impfen lasse. Eine Impfung ist sehr wichtig für unsere Arbeit und dass wir irgendwann auch mal wieder zur Normalität zurückkehren können."

Catharina Scheffer, Erzieherin Künzelsau

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