Impfpunkt Impfpoint Heilbronn (Foto: SWR)

Nach Stiko-Empfehlung zur Omikron-Variante

Mehr Menschen als vor Weihnachten wollen Corona-Impfung in Heilbronn

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Unmittelbar nach Weihnachten war der Ansturm aufs Impfen in Heilbronn groß. Warum die Nachfrage noch immer hoch bleibt und was die Kreisärzteschaft für die nächsten Wochen erwartet.

An diesem Tag soll es endlich klappen. Mit ihrem Mann, der selbst kein Deutsch spricht, steht Zoreh Fouladivanda am Mittwoch in der Schlange vor dem Heilbronner Impfpunkt in der Kaiserstraße 40.

Fouladivandas Mann hofft, dass er heute geboostert werden kann - nachdem er laut seiner Frau schon die vergangenen beiden Tage vor dem Impfpunkt stand. Allerdings umsonst, die Schlange war zu lang, so die Frau, die am SLK-Klinikum am Gesundbrunnen in Heilbronn als Ärztin arbeitet.

Lage hat sich etwas entspannt

Unmittelbar nach Weihnachten war der Ansturm auf die Impfangebote in der Innenstadt sehr groß. Am Mittwoch hingegen scheint sich die Lage ein Stück weit entspannt zu haben. Am späten Vormittag betrug die Wartezeit am Impfunkt in der Innenstadt zwischenzeitlich nur etwa zehn Minuten.

Impfen zwischen den Jahren

Fouladivanda wertet in ihrem Job als Radiologin selbst täglich CT-Aufnahmen der Lunge von Covid-Patienten aus. Warum diese Erfahrung sie eindeutig dazu motiviert hat, sich boostern zu lassen und warum andere Menschen an diesem Tag zum Impfpunkt gekommen sind, sehen Sie im Video.

Geänderte Stiko-Empfehlung hat Auswirkungen

Martin Uellner, Vorsitzender der Kreisärzteschaft in Heilbronn, beobachtet ebenfalls, dass der erste große Ansturm nach Weihnachten wieder etwas abgeebbt ist. "Die Nachfrage ist aber nach wie vor höher als vor Weihnachten", sagt Uellner.

Einen entscheidenden Grund dafür sieht Uellner in der veränderten Empfehlung der Ständigen Impfkommission zur Booster-Impfung. Inzwischen wird der Booster wegen der Omikron-Variante bereits nach drei anstatt nach sechs Monaten empfohlen. Diese Entscheidung fiel kurz vor Weihnachten.

Im Januar öffnen viele Hausarztpraxen wieder

Für die kommenden Wochen rechnet Uellner weiterhin mit einer hohen Auslastung am Impfpunkt und am Impfbus.

Etwas Entlastung verspricht er sich davon, dass im Laufe des Januars viele Hausarztpraxen wieder öffnen, die derzeit geschlossen haben. Dann dürften einige Menschen wieder zum Hausarzt zum Impfen gehen, anstatt zum Impfbus oder zu den Impfpunkten zu kommen.

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